500 Jahre Zwingli

«Gottes Wort – Licht auf unserem Weg» Ökumenischer Festgottesdienst 500 Jahre Reformation in Zürich

Unter dem Motto «500 Jahre Reformation in Zürich» feierten die reformierte und die katholische Kirche am 20. Januar in einem vollbesetzten Grossmünster einen Festgottesdienst, in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie weiterer Kirchen und Religionsgemeinschaften. Zu den ökumenischen Gästen zählte auch unsere Kirche, vertreten von Pfarrerin Marion Werner, welche die fünfhundert Jahre alte und von Froschauer gedruckte Züricher Bibel in die Kirche hineintragen durfte (links im Bild).
Gemeinsam gedachten wir des Auftaktes der Reformation vor 500 Jahren, als Huldrych Zwingli seine Predigttätigkeit in Zürich aufnahm. Was wäre passender gewesen, die damaligen grossen Umwälzungen zu würdigen, als ein ökumenischer Disput darüber am Ort des Geschehens?

Kirchenratspräsident Michel Müller und Generalvikar Josef Annen hielten eine kluge und humorvollen Dialogpredigt über die Bedeutung der Bibel während und nach der Reformation und bis heute (rechts im Bild). Quasi als Stichwortgeberin kam die Bibel dabei sogar selbst zu Wort in Person der Pfarrerin Bettina Lichter, Ökumene Beauftragte der reformierten Landeskirche. Durchaus selbstkritisch, aber auch selbstbewusst reflektierten Müller und Annen in auch persönlich gefärbten Noten die Unterschiede der Traditionen, um am Ende einmal mehr hoffnungsvoll und zuversichtlich feststellen zu können, dass den beiden Kirchen heute viel mehr gemeinsam ist, als was sie noch trennt. Das letzte Wort aber hatte die Bibel, die – das Motto des Gottesdienstes aufnehmend – deklamierte: «Und stellt mein Licht nicht unter den Scheffel, sondern lasst mich leuchten, als Licht auf dem Weg.»

Angesichts der Tatsache, dass die Reformation in Zürich Vieles bewirkt, aber auch gespalten und verwundet hat, so dass in Zürich über lange Zeit keine andere Glaubensüberzeugung als die reformierte geduldet worden war, worauf Pfarrerin Lichtler hingewiesen hat, war es sehr berührend, dass dieser Gottesdienst in gutem ökumenischen Einvernehmen gefeiert werden konnte. (Links im Bild Pfarrerin Werner bei der Fürbitte)

Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Kulturhaus Helferei die Vernissage der erweiterten Ausgabe der Zürcher Bibel mit den sogenannt Apokryphen statt, während man im Chor des Grossmünsters auf einer nachgebauten mittelalterlichen Gutenberg-Presse einzelne Bibelseiten zu drucken konnte. Die Musikfreunde kamen ebenfalls auf ihre Kosten beim offenen Singen in der Wasserkirche. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt durch den Mittelalter-Mushafen am Zwingliplatz.

Grossmünster Bericht

Liebe Leserinnen und Leser,

 

am 1. Juli feierte unsere Gemeinde gemeinsam mit der Gossmünstergemeinde einen Abendmahlsgottesdienst im Grossmünster. Ein besonderes und historisches Ereignis. Die Reformationstüre des Grossmünsters erinnert nämlich mit ihrer Darstellung von Luther und Zwingli während des Religionsgespräches in Marburg 1529 daran, dass die beiden Reformatoren sich über alle reformatorisch-theologischen Gedanken einig werden konnten, ausser dem Abendmahl. Dieser Punkt trennte die beiden und infolgedessen auch die beiden Kirchen bist 1973 in der Nähe von Basel die Leunberger Konkordie beschlossen wurde und damit die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen der Lutherischen und der Reformierten Kirche.

 

Bis unsere beiden Gemeinden in Zürich miteinander Abendmahl feiern konnten, bedurfte es noch einiger Jahrzehnte. Im Jahr 2014 stimmten 15+17 Lutherbotschafter (rot und blaue Lutherzwerge) zu Füssen der Statue von Huldrych Zwingli auf das 500-Jährige Jubiläum ein. Getroffen haben sich damals unsere Luthergemeinde mit der Grossmünstergemeinde zu einer ersten gemeinsamen Abendmahlsfeier, eingesetzt von Pfr. Lehnert und Pfr. Sigrist, in der Wasserkirche.

Am 1. Juli 2018 wurde unsere Gemeinde ins Grossmünster zu einem gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst eingeladen, den Pfrin Monika Frieden und Pfrin. Marion Werner vorbereitet haben. Gemäss der Lectio continua predigten die beiden Pfarrerinnen spannend über die Erzmütter Lea und Rahel unter dem Titel «Von Liebesäpfeln und Zankäpfeln». Die Gedanken der gemeinsamen theologischen Gespräche der beiden Pfarrerinnen im Vorfeld der Predigt sowie die Freude daran flossen in die Predigt ein. Das gemeinsame Abendmahl, eingesetzt von zwei Pfarrerinnen – ebenfalls eine Folge der Reformation –  berührte viele. Bei herrlicher Orgelmusik versammelten wir uns zum Empfang des Abendmahls vorne im Grossmünster und bildeten einen Kreis, so wie das bei uns üblich ist, Pfr. Thomas Risel und Präsident Andreas Wiede halfen bei der Austeilung. Es war ein besonderer Gottesdienst, der uns noch lange in guter Erinnerung bleiben wird, ein wunderbares Zeichen der Gemeinschaft. Herzlichen Dank an dieser Stelle besonders an Pfrin. Monika Frieden und die Grossmünstergemeinde für ihre freundliche Einladung.  

Portrait unserer Gemeinde von SRF 2

SRF-2-Redakteurin Judith Wipfler aus Basel bei der Krippenspielprobe in der MLK.

Nach verschiedenen Gesprächen mit Kindern, Eltern, Pfarrer und finnischen Gemeindemitgliedern erstellt SRF 2 ein Portrait unserer Gmeinde, das am 25.12. um 8.08 Uhr gesendet wird.

Dazu dieser Link.

Zum Nachhören folgt demnächst noch ein Link auf das SRF-Archiv.

Das Krippenspiel 2017 unter Leitung von Pfarrerin Marion Werner handelt von Kindern aus aller Welt an der Krippe und wird gespielt in der Christvesper am 24.12. 16 Uhr.

Adventsingen

Das Bach Collegium Zürich unter der Leitung von Berhnhard Hunziker lädt unsere Gemeinde und die Reformierte Kirche ein zum offenen Chralsingen zum 1. Advent in der Wasserkiche am 2. Dezember 2017 ab 12:15 Uhr.