Herzlich willkommen zum 413. Luther-Abendgebet am Mittwoch, 24. Juni 2024. Heute erinnert der kirchliche Kalender an Johannes den Täufer, den Wegbereiter von Jesus. Ab heute sind es noch genau 6 Wochen bis Weihnachten.
So halten wir gemeinsam inne, auf der Höhe des Jahres. Zeit für Gedanken, Musik und Gebet inmitten von Dankbarkeit und auch Sorgen des Lebens und der Welt.

 Ich zünde eine Kerze an für den Frieden, den Gott mir geben will.
(Kurz innehalten und die Flamme betrachten)
Herr, du bist mein Licht und meine Zuflucht. Ich lege alle Sorgen und Unruhe in deine Hände.
Lass mich still werden vor dir und deinen Frieden in mir spüren.

BILD: Johannesfeuer

 So sammeln wir uns heute Abend:

im Namen Gottes, der Ursprung und Quelle allen Lebens ist,

im Namen Jesu Christi, der uns annimmt, so wie wir sind,

und im Namen der Heiligen Geistkraft, die uns Kraft, Trost und heilige Bewegung schenkt.

Amen.

 Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt: Gott bleibt, unser Gebet bleibt.

Wir beten

Gott, heute Abend bin ich erschöpft.

Das liegt sicherlich an dem Wetter.

Ich habe heute nicht alles geschafft,

was ich eigentlich tun wollte.

Der Tag war so heiss.

Dann musste ich mir doch eingestehen,

dass ich lieber Pause mache.

An manchen Stellen

hat sich der Himmel gewaltig entladen.

Wirklich kühler wurde es darudch kaum.

Für heute Nacht bitte ich um

Ausruhen und Kräftesammeln,

geruhsamen Schlaf

Amen

(Gebet der EKHN)

MUSIK: Gott gab uns Atem, damit wir leben

https://www.youtube.com/watch?v=nI5q9p-IwmU&list=RDnI5q9p-IwmU&start_radio=1

 GENDAKEN: Johannes

Als Kinder durften meine Schwester und ich im Juni bei unserer Grosstante Emma die roten, saftigen Johannisbeeren im Garten pflücken und verdienten uns so ein Taschengeld. In der Mitte des Jahres sind sie richtig reif.

Es gibt noch andere Pflanzen, die ihren Namen von Johannes dem Täufer bekommen haben, weil sie in der Nähe seines Namenstages, am 24. Juni, blühen oder Früchte tragen. Zum Beispiel das Johanniskraut mir seinen gelben Blumen, das auch Sonnenwendkraut genannt wird. Oder Johannisbrot bzw. der Johannisbrotbaum mit seinen gewundenen Hülsenfrüchten.

Hypericum perforatum

BILD: Johanniskraut und Johannisbrotbaum – Wikipedia

 Johannes der Täufer war ein bedeutender Bußprediger und Wegbereiter Jesu. Der Name Johannes bedeutet „Gott ist gnädig“. Das Neue Testament berichtet, dass seine Mutter Elisabeth mit Maria, der Mutter Jesu, verwandt war.

Als Erwachsener trat Johannes öffentlich in der Wüste Judäas auf und rief die Menschen zur Umkehr und Buße auf. Seine zentrale Botschaft lautete: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen“ (Matthäus 3,2). Er taufte Menschen im Jordan zur Vergebung der Sünden und bereitete sie so auf das Kommen des Messias vor.

Er lebte asketisch: Sein Aufenthaltsort war die Wüste, er trug ein Gewand aus Kamelhaaren mit einem ledernen Gürtel und ernährte sich von Heuschrecken und wildem Honig (Matthäus 3,4).

Johannes sah voraus, dass jemand nach ihm kommt, der besonders ist: Jesus. Berühmt ist der Satz den Johannes über Jesus sagt: «Er (Jesus) muss wachsen, ich aber muss abnehmen» (Johannes 3,30)

 Mich beeindruckt am meisten die Haltung, mit der Johannes durchs Leben geht: Er nimmt sich selbst zurück und bereitet Jesus den Weg vor. Er stellt seine eigene Bedeutung in den Hintergrund. Manchmal ist es eben Zeit, von sich selbst abzusehen und jemandem den Weg vorzubereiten, der oder die nach mir kommt. Dieser Gedanke hat mir angesichts der Hitzeperiode, die allen zu schaffen macht, sehr zu denken gegeben.

Sieht man auf Johannes den Täufer, so müssen wir uns heute fragen: Was kann ich tun, damit die Menschen, die nach mir kommen oder mit denen ich zusammenlebe, es guthaben? Wo kann ich mich ein Stückchen einschränken, so dass es unserem Planeten, den Mitmenschen und unseren Kindern hilft. Weniger Ich, weniger Verbrauch, damit auch andere gut leben können. Weniger Anspruch, damit mehr Rücksicht möglich wird.

Johannes zeigt uns: Ein gutes Leben besteht nicht darin, immer grösser, schneller und wichtiger zu werden. Ein gutes Leben kann auch heissen: Platz machen. Den Weg bereiten.

Amen

MUSIK: Louis Armstrong: What A Wonderful World

https://www.youtube.com/watch?v=rBrd_3VMC3c&list=RDrBrd_3VMC3c&start_radio=1

 FÜRBITTE

Gott, wenn meine Seele vergisst,

was du Gutes getan hast –

wenn alles in mir ruft:

Wo ist denn Gerechtigkeit?

Wo ist Vergebung?

Wo ist Heilung? –

Dann, Gott, hilf mir, mich zu erinnern.

Damit ich lachen kann und das Leben liebe.

Gekrönt mit Gnade und Barmherzigkeit.

Beseelt von deinem Geist.

Heute und allezeit.

Quelle: Liturgischer Wegweiser der EKHN, @zentrumverkündigung

 

Gott,
du hast Johannes den Täufer gesandt,
damit er den Weg für Jesus bereitet.
Hilf auch uns, Wege zu bereiten:
für Frieden, für Gerechtigkeit,
für unsere Kinder und für deine Schöpfung.

Zeig uns, wo wir wachsen sollen,
in Liebe, Mut und Vertrauen.
Und zeig uns, wo wir abnehmen dürfen:
in Selbstbezogenheit, Überfluss und Gleichgültigkeit.

Lass dein Licht in uns wachsen.

Was uns persönlich am Herzen liegt,

unseren Dank und unsere Bitte,

das bringen wir nun vor Gott.

 

Vater unser im Himmel

geheiligt werde dein Name;
dein Reich komme;
dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern;
und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 VERABSCHIEDUNG

Herzliche Einladung:

– zum Familiengottesdienst mit Tauferinnerung und Feriensegen um 10.00 Uhr mit Pfarrerin Marion Werner. Gerne dürfen alle, die mögen, die Taufkerze mitbringen und im Gottesdienst entzünden. Im Anschluss an den Gottesdienst sind alle herzlich zum Kirchenkaffee eingeladen.

————————————————————

 Wir danken allen, die mit unterwegs sind in Gebet und Gemeinschaft, und wünschen noch eine gesegnete Woche und einen schönen Abend.

Bleiben wir zuversichtlich. Denn Gott ist da.

Herzliche Grüsse nach nah und fern!

Pfarrerin Marion Werner mit Pfarrer Thomas Risel

 

SEGEN

Empfangt den Segen Gottes

Der Herr segne und behüte dich

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.

Bleibt zuversichtlich, denn Gott ist da.

Amen.

 MUSIK: «A Trip to the Islands» Nadia Birkenstock spielt Keltische Harfe

https://www.youtube.com/watch?v=qvyijUMqp_U&list=RDqvyijUMqp_U&start_radio=1