Luther Gebet 2. Dezember 2020

Luther Gebet Mittwoch 2. Dezember 2020

Gottesdienste fallen nicht mehr aus. Und doch sind sie anders als sonst.

Gott bleibt.

Wir wollen uns zum Gebet sammeln.    

UNS BEREIT MACHEN

Wir wollen zur Ruhe kommen, ein Licht anzünden, das uns hilft,

uns für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

GEBET                                       

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilligen Geistes.

Amen.

 

„Mache dich auf, werde licht!

Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit Gottes geht auf über dir.

Buch des Propheten Jesaja 60, 1

 

Musik: Mache Dich auf und werde licht

https://www.youtube.com/watch?v=eGhUifKHnTc

 

Licht wie ein Sonnenaufgang in der trüben Zeit

So unterschiedlich die Dinge sind, die uns Trost spenden, so wichtig sind sie. Besonders in diesen Zeiten. Deswegen sehne ich mich jetzt nach Licht: Dem Licht, das wir am 1. Advent und jeden weiteren Sonntag anzünden. Das Wärme verbreitet im Dunkeln und uns eine Perspektive zeigt.

„Mache dich auf, werde licht! Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit Gottes geht auf über dir.“ Dieser biblische Vers aus dem Jesajabuch ist einer der schönsten überhaupt, finde ich. Licht wie ein Sonnenaufgang, das wünsche ich uns in dieser trüben Zeit.

Der neunjährige Ole aus Sasel bei Hamburg ist eines von drei Kindern, die zum ersten Advent das Hamburger Hoffnungslicht eingeschaltet haben. An insgesamt zwölf Hamburger Kirchen verbreitet ein besonderes Licht Hoffnungsleuchten für die Stadt. An jedem Adventssonntag werden es drei sein. Keine grellen Spotlights, sondern zarte Turmbeleuchtungen, die daran erinnern: Die Hoffnung kommt leise daher, zart – und manchmal zerbrechlich. Die Hoffnung muss wieder einmal durchhalten. Wir glauben, lieben und hoffen – gerade jetzt in grosser Solidarität mit denen, die es besonders schwer haben.

Hoffnungsleuchten für die Stadt: in Zürich hatte man dazu jetzt eine andere wunderbare Idee:

Während der gesamten Adventszeit und auch bis kurz nach Weihnachten brennt auf der Limmat mitten in Zürich ein Hoffnungsfeuer. Es soll die Fantasie der Stadtbevölkerung anregen, trotz Isolation, Quarantäne und Kontaktsperren die sozialen Begegnungen und Beziehungen so verantwortungsvoll wie möglich zu leben.

Das Feuer brennt rund um die Uhr. Es wird alle paar Stunden mit Holz genährt und ist mit einem Ziegeldach vor Wind und Wetter geschützt.

Es befindet sich zwischen Münster- und Rathausbrücke im Herzen der Altstadt. Und wer es nicht vor Ort bewundern kann, beobachtet das Feuer rund um die Uhr via Webcam:

Auf der Homepage von Zürich Tourismus wird das Feuer live gezeigt. https://www.zuerich.com/de/besuchen/hoffnungsfeuer-zuerich

Im Advent bereiten sich Christen auf die Ankunft Gottes in der Welt vor:

in Jesus Christus, dem Kind Marias, in Bethlehem, und heute. In der Geburt Jesu schöpfen wir Hoffnung für die Welt. Und dass Gott auch in unserem Leben ankommt.

Ein Symbol ist dafür das Licht. Wir suchen mit dem inneren Feuer der Liebe und Hoffnung die Nähe der Menschen, daheim und überall wo wir sind.

Das Hoffnungsfeuer auf der Limmat mitten in der Stadt setzt ein Zeichen für diese Nähe von Gott und für die Nähe zu den Menschen. Wenn wegen Corona die Plätze und Strassen in diesem Advent leerer bleiben als sonst, öffnen sich die Kirchen und tragen das Adventslicht mitten in die Stadtseele. Die offenen Kirchen und das brennende Feuer sollen die Herzen öffnen und erwärmen. Das Bedrückende soll leichter, und das Dunkle soll erhellt werden.

So legt das Hoffnungsfeuer auf der Limmat eine Spur des Lichts und der Hoffnung in Zürich in dieser aussergewöhnlichen Zeit.

 

GEBET
Jesus Christus – Licht der Welt
Du hast alle Finsternis durchleuchtet
und stehst auch vor unserem Lebenshaus, mit Deiner Ankunft in dieser Welt.

Leuchte in uns, für uns, für diese Welt.

Dein Geist führe uns zur Tür des Glaubens,
damit wir uns für dich öffnen:

Unser Leben in dein Licht getaucht
spürt Hoffnung auf,
nimmt Liebe auf,
bleibt von Seiner Treue umhüllt.
Lass uns in allem und trotz allem Hoffnung und Zuversicht spüren und weitergeben.

Wir bitten Dich um dein Licht für alle, die krank sind und für die, die für sie da sind.

Wir bitten um Dein Licht in den Kindergärten und Schulen, Ausbildungsstellen und Universitäten, in den Kirchen und Gemeinden, in Betrieben und Büros.

Wir bitten um Dein Licht für den, der friert und für die, die Wärme gibt.

Alles was wir auf dem Herzen haben, nennen wir Dir in einem Moment der Stille:

………………………………

Lass leuchten Dein Licht über uns allen und lasst uns beten:

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

 *SEGEN* (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Geht in die Nacht und den neuen Tag mit dem Licht der Hoffnung und des Friedens aus Gottes Segen:

Mache Dich auf und werde licht –

Gottes Angesicht leuchte über Dir und Deinem Weg im Advent.

Gott gebe sein Licht in Dein Herz und schenke Dir Frieden.

Amen.

 

Zum Abschluss noch für die, die mögen, 5 min Musik:

Felix Mendelssohn Bartholdy, Paulus, Op. 36, MWV A14, Pt. 1:

Nr. 15, „Mache dich auf! Werde Licht!“

https://www.youtube.com/watch?v=SrKNxZg_gYQ