Luther Gebet 9. Dezember 2020

LUTHER GEBET für Mittwoch, den 9. Dezember 2020

Herzlich willkommen zu unserem Abendgebet am Mittwoch.

Wir sammeln uns im Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat. Amen

 

Gottesdienste fallen nicht mehr aus. Und doch sind sie anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch und Samstag abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.             

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

 

GEBET

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilligen Geistes.

Amen.

 

„Selig die barmherzig sind, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen“

Daran haben wir am Nikolaustag erinnert, die Taten der Barmherzigkeit und das Leben vom Nikolaus und anderen Menschen, die besonderes für andere getan haben. Die sich aufgemacht haben und ein Licht waren und sind für das Lebensrecht und die von Gott geschenkte Würde des Menschen.

Mache dich auf und werde licht, Lorenz Maierhofer

https://www.youtube.com/watch?v=bid0fL5Xgw8

Write a letter – change a life, schreib einen Brief, verändere ein Leben, so steht es auf dem Kugelschreiber, der morgen am 10. Dezember vielfach in Benutzung ist. Morgen am internationalen Menschenrechtstag schreiben Menschen auf der ganzen Welt Briefe: zur Unterstützung von Gefangenen aus Gewissensgründen oder Menschen, die wegen ihres friedlichen Engagements für die Menschenrechte inhaftiert sind. Der Briefmarathon ist eine effiziente Massnahme, um das Leben dieser Menschen zu schützen. Die Zürcher Citykirche Offener St Jakob und Amnesty International sind auch beteiligt.

Gott hat jedem Menschen eine Würde geschenkt, und so sollte jeder Mensch, auch in Gefangenschaft, würdig behandelt werden. Daran erinnert der heutige Tag, an dem vor 78 Jahren die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte im Palais de Chaillot in Paris verkündet wurde.

Quanquan wohnt mit seiner Familie in China und sein Vater ist seit über 4 Jahren im Gefängnis, obwohl er nichts Böses getan hat. Auch Kinder können eine Postkarte mit einem selbstgemalten Bild an Quanquan und seine Mutter schicken. Damit zeigen sie ihnen, dass jemand an sie denkt, und machen ihnen Mut.

„Selig die barmherzig sind, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen“, sagt die Bibel dazu Mt 5,4.

 

 

Fürbitten (eine Idee des kloster-ingenbohl.ch)

Barmherziger Gott,

du hast die Namen aller Menschen in deine Hand geschrieben. Alle sind vor dir gleich viel wert, und alle sind dir gleich wichtig.

Bei uns Menschen ist es nicht so. Vielen geht es nicht gut. Ihre Würde und ihre Rechte werden mit Füssen getreten. wir verbinden unser Gebet für sie mit einigen Symbolen:

Wir legen zum Adventskranz einen Stacheldraht, Symbol der Unfreiheit und Gefangenschaft und Demütigung.

In der Stille wünschen wir Menschen, die unterdrückt werden, Erfahrungen von Wertschätzung.

–Jesus, lehre uns deine Art, mit Menschen umzugehen. —

In der Stille wünschen wir Menschen, die von sichtbaren oder unsichtbaren Zäunen behindert werden, Erfahrungen von Freiheit

 –Jesus, du hast die Freiheit der Menschen sehr ernst genommen. Jesus, lehre uns deine Art, mit Menschen umzugehen. —

 

Wir legen zum Adventskranz einen Stein, ein Symbol für Härte.

Hart wie Stein können Menschenherzen sein. Mit Steinen können auch Mauern gebaut werden. Mauern gegen alles, was Angst macht: gegen Andersdenkende, gegen Flüchtende. In der Stille wünschen wir Menschen, die Härte erfahren, gute, menschliche Erfahrung.

Jesus, lehre uns tun, was du getan hast: Heilen, trösten, befreien, segnen und versöhnen.

 

Wir stellen zum Adventskranz ein Licht, als Symbol der Hoffnung.

–Jesus, du hast gelebt, dass im Verschenken Heil geschieht. In der Stille wünschen wir Menschen ein Licht in ihre dunklen Situationen. Jesus, gib uns in dieser vorweihnachtlichen Zeit etwas von deiner Güte und Menschenfreundlichkeit.

Alles was wir auf dem Herzen haben, nennen wir Dir noch in einem Moment der Stille:

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Lass leuchten Dein Licht über uns allen und lasst uns beten:

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 *SEGEN* (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Geht in die Nacht und den neuen Tag mit dem Licht der Hoffnung und des Friedens aus Gottes Segen:

Mache Dich auf und werde licht –

Gottes Angesicht leuchte über Dir und Deinem Weg im Advent.

Gott gebe sein Licht in Dein Herz und schenke Dir Frieden.

Amen.

 

Musik: de cater – Zünd a Liacht für di an (Lorenz Maierhofer)

https://www.youtube.com/watch?v=RcaORDO-2sw