Herzlich willkommen zu unserem (172.) Abendgebet in der Wochenmitte.

 

Im Namen Gottes, Quelle unseres Lebens

Im Namen Jesu Christi, in ihm ist Gott uns nahe

Im Namen der heiligen Geistkraft, die uns belebt und bewegt.

Amen

 

Gottesdienste sind anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.             

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.

 

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

verbunden, um diese Andacht zu feiern.

Amen.

 

Die Herrnhuter Losung für heute steht bei Jesaja 54,14

«Du wirst ferne sein von Bedrückung, denn du brauchst dich nicht zu fürchten,

und von Schrecken, denn er soll dir nicht nahen.»

 

Den Lehrtext finden wir bei Johannes 14,27

«Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.»

 

Dazu ein Gebet von Paul Gerhard: «Er gebe uns ein fröhliches Herz, erfrische Geist und Sinn und werfe all Angst, Furcht, Sorg und Schmerz ins Meeres Tiefe hin.» Amen

 

 Wir SINGEN oder LAUSCHEN: Der Mond ist aufgegangen

https://www.youtube.com/watch?v=wRPhn-FLZ3Y

 

Auf die grössten, tiefsten, zartesten Dinge in der Welt müssen wir waten.

Da geht’s nicht im Sturm, sondern nach den göttlichen Gesetzen des Keimens und Wachsens und Werdens.

GEDANKEN zum Bettag

Liebe Gemeinde,

jeweils am 3. Sonntag im September wird in der Schweiz der Eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag gefeiert. Der Bettag ist kein kirchlicher, sondern ein religiös-politischer Feiertag.

Buss- und Bettage haben in der Schweiz seit dem Spätmittelalter Tradition und wurden in Notzeiten von Behörden vorgeschrieben.

 

Bettage erhielten ihre besondere Bedeutung durch Ereignisse, welche die Menschen erschütterten oder beeindruckten. Zum Beispiel wurde 1572 nach der Bartholomäusnacht in Zürich für die verfolgten Hugenotten gebetet. Der 30-jährige Krieg (1618-1648) gab Anlass für viele Bitt- und später Dankgebete, weil man in der Schweiz verschont geblieben war. 1796 rückte man inmitten der Wirren um die Französische Revolution in der Schweiz auch konfessionell näher zusammen. Katholische und evangelische Kantone führten einen gemeinsamen Gebetstag ein, man flehte gemeinsam zu Gott in der Zeit der Not.

 

Einen festen Platz im Kalender der Schweiz hat der heutige Eidgenössische Dank- Buss- und Bettag infolge der Auseinandersetzungen in der Entstehungszeit des Schweizer Bundesstaates 1848. Dieser Tag im September sollte und soll den Respekt, vor dem politisch und konfessionell Andersdenkenden fördern. Er wird gemeinsam gefeiert, politisch und kirchlich, wobei die Landeskirchen den Gottesdienst oft ökumenisch feiern.

Für die Bettage gibt es jeweils Bettagsmandate, die zum Danken, Beten aber auch zur Busse anleiten.

Das Bettagmandat der Züricher Landeskirche geht in diesem Jahr auf die Spannungen und Frontenbildungen ein, die sich in der Gesellschaft zwischen Impfbefürwortern und -gegnern, zwischen Unterstützern der bundesrätlichen Massnahmen und deren Gegnern gebildet haben.

Es sind belastende Spannungen und Spaltungen, die wir alle kennen gelernt haben und die uns jeweils bei anderen Menschen auch befremdet haben. Nahestehende Menschen wurden uns durch ihre vollkommen andere Beurteilung der Lage fremd.

 

Vor diesem Hintergrund erinnert der Bettag an ein Wort aus der Bergpredigt von Jesus:  «Was siehst du den Splitter im Auge deines Gegenübers, den Balken in deinem Auge, aber nimmst du nicht wahr?» (Matthäus 7,3) In der heutigen Zeit könnte man dazu sagen: Du siehst die Grenzen des anderen, aber deine eigenen Grenzen nimmst du nicht wahr?

Wir haben alle begründeten Meinungen, Erwartungen und Lösungsvorschläge. Wir haben aber auch alle unsere Grenzen, die wir nicht übertreten können. Am Busstag sind wir aufgefordert einen Schritt zurückzugehen und zu erkennen, ebenso wie ich nicht über meinen Schatten springen kann, kann es der andere auch nicht.

 

Was kann man dagegen tun. Beten ist der nächste Schritt. Beten füreinander und miteinander. Beten dafür, wieder einen gemeinsamen Weg zu finden. Der Rat der Züricher Landeskirche formuliert es folgendermassen « Wir müssen nicht mit Andersdenkenden übereinstimmen, wir müssen mit ihnen nicht befreundet sein. Wo wir aber beginnen, uns damit zu versöhnen, dass aus anderen Situationen heraus auch andere Weltwahrnehmungen erwachsen können, da kann aus dem Befremden eine lebbare EntFremdung werden …  Wir hören vielleicht nicht auf, miteinander zu streiten, aber wir hören auch nicht auf, im Streit zusammenzustehen. Als Christinnen und Christen bitten wir Gott, dass er uns die Einsicht und die Kraft dazu gibt, denn: «Alles aber kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat.» (2.Korinther 5,18)»

 

Möge Gott uns dazu seinen Geist und seine Kraft geben.

Amen

 

Wir SINGEN oder LAUSCHEN «Dona nobis pacem» (Gib uns Frieden)

https://www.youtube.com/watch?v=OSdGW_HBrLE

 

FÜRBITTE

Gemeinsames Gebet zum Bettag (AGCK)

 

Ewiger Gott, Quelle des Lebens,
gemeinsam geben wir dir die Ehre
und danken dir, dass wir leben
und gemeinsam unterwegs sind
in deiner wunderbaren Schöpfung.
Von dir empfangen wir,
was das Leben erhält und erfüllt.
Du lässt uns erkennen
was zu tun ist,
damit allen Frieden und Freiheit,
Recht und Liebe zuteil wird.
Du bringst uns zurecht,
wenn wir den Weg verfehlen
und nimmst uns an
wie Eltern ihre Kinder,
durch deinen Sohn Jesus Christus.
Du ermöglichst uns
neu zu beginnen,
was misslungen ist.
Geist der Liebe,
lenke unser Tun und Lassen,
unser Denken und Reden,
dass Gemeinschaft gestärkt
und Einheit gefördert wird.
Leite die Mächtigen,
segne die Völker,
behüte deine Menschen.
Dona nobis pacem.

In Gedanken, Worten und Gefühlen bringen wir vor dich was unser Herz bewegt,

unseren Dank,

unsere Erleichterung,

unsere Bitte,

unsere Sorgen,

unsere Ängste,

unsere Lieben,

uns selbst.

 

STILLE

 

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

SEGEN

Empfangt den Segen Gottes:

Du Gott des Weges segne uns.

Segne den Aufbruch.

Behüte, was ich zurücklasse.

Schütze das Neue, das ich wage.

Begleite mich beim ersten Schritt.

Segne das Ankommen.

Sei du mein Ziel.

Richte meine Schritte auf dich aus.

Schenk mir Mut zur Heimkehr zu dir

                                               (Andrea Schwarz)

So segne und behüte uns Gott der Allmächtige und Barmherzige,

Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

 

INFORMATIONEN

Sie haben sicher alle bereits gehört, dass seit Montag die Zertifikatspflicht gilt. In unserer Gemeinde besuchen normalerweise etwas weniger als 50 Personen den sonntäglichen Gottesdienst. Dafür gilt die Zertifikatspflicht nicht. Für spezielle Gottesdienste und Veranstaltungen, wo wir mehr als 50 Teilnehmer erwarten, bzw. es Essen und Trinken gibt, wird auch bei uns die Zertifikatspflicht gelten. Mit gelb markiert finden Sie den entsprechenden Hinweis im Gemeindebrief.

 

Am Samstag findet in Basel das Treffen der Lutherischen Gemeinden in der Schweiz statt. Sollte noch jemand spontan mitkommen wollen, bitte bei Pfrin Werner melden. Es gilt Zertifikatspflicht.

Sonntag feiern wir gemeinsam mit den Gemeinden des Quartiers den Bettagsgottesdienst mit Abendmahl in der Kirche Unterstrass um 10.00 Uhr. Es gilt Zertifikatspflicht.

Eine gesegnete Nachtrufe, Marion Werner mit Thomas Risel

 

Wir LAUSCHEN: Clarinet Sonata, Opus 167 by Camille Saint-Saëns. James T Shields, clarinet and Pamela Viktoria Pyle, piano. I Allegretto

https://www.youtube.com/watch?v=9bDaXDligbk