LUTHER GEBET für MITTWOCH, den 28. Oktober 2020

 

Herzlich willkommen zu unserem Abendgebet am Samstag.

Wir sammeln uns um Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und der Heiligen Geistkraft.

Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat

und nicht fahren lässt das Werk seiner Hände.

Amen

 

Gottesdienste fallen nicht mehr aus. Und doch sind sie anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch und Samstag abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.              

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

 

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

 

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilligen Geistes.

 

In dieser Woche ist viel passiert, Herr.
Gutes und weniger Gutes hat sich aufgetürmt
und am Ende dieses Tages wird es schlicht zu viel.
Deshalb will ich dir danken, ehe die Nacht kommt:
ich lege mich im Frieden zur Ruhe,
denn du machst mein Leben heil.

Amen

 

Wir SINGEN oder LAUSCHEN «Herr ich komme zu dir»

https://www.youtube.com/watch?v=GNYMtvg0hsE

 

 

MEDITAITON: «Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nichts als Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott» (Micha 6,8)

Vielleicht sind Ihnen die grossen Plakate der Konzernverantwortungsinitiative auch aufgefallen. Ein trauriges Mädchen sieht uns an und darüber steht « Glencore Mine vergiftet Kinder mit Schwermetallen». Die Augen des Kindes gehen einem am Hauptbahnhof in Zürich nach. Und auch sonst, wenn man durch Städte und Dörfer aufmerksam geht, sieht man hier und dort die orange Fahne mit dem «JA zur Konzernverantwortung». 

Diese Initiative will Schweizer Konzerne verpflichten, sich auch im Ausland an Menschenrechte und den Schutz der Umwelt zu halten. Immer wieder verletzen Konzerne mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und ignorieren minimale Umweltstandards. Die Initiative will solchen Geschäftspraktiken einen Riegel schieben. «Die Konzernverantwortungsinitiative fordert eine Selbstverständlichkeit» heisst es, «wenn Konzerne das Trinkwasser verseuchen oder ganze Landstriche zerstören, sollen sie dafür geradestehen». Im Rahmen einer Sorgfaltsprüfung müssen Unternehmen künftig nachweisen, dass sie «geeignete Massnahmen» ergriffen haben, um solche Verstösse zu verhindern.

Die Meinungen zu dieser Forderung gehen in der Schweiz auseinander. Einerseits wird darauf hingewiesen, dass so ein Entscheid die Schweizer Wirtschaft schwächen und ihr Schaden zufügen würde. Dem Nein-Lager stehen die Befürworter gegenüber, die drauf hinweisen, dass für unser Wohlergehen nicht Menschen anderer Länder und auch die Natur anderer Länder leiden muss. Vor allem wird darauf hingewiesen, dass die Umwelt zu schädigen sich auf die gesamte Menschheit auswirkt.

Auch die Kirche spaltet diese Initiative. Während mehrere hundert evangelischen und katholischen Gemeinden sich sehr für das JA zur Initiative einsetzen, gibt es die anderen, die meinen, Kirche dürfte sich in die Politik nicht einmischen. Kirche habe sich um das Seelenheil zu kümmern und nicht mehr.

Ob Kirche politisch sein darf oder nicht, darüber gehen Meinungen seit jeher auseinander. Und es wird auch so bleiben. Unabhängig davon, sind wir als Christinnen und Christen gefordert uns eine Meinung zu bilden. Unser Glaube begrenzt sich nicht auf das «stille Kämmerlein» und das Gebet, das wir sprechen. Unser Glaube an Gott äussert sich in christlichen Wertvorstellungen, die unser Tun und Denken prägen. Als Kinder Gottes stehen wir ganz persönlich in der Verantwortung vor Gott.

Der Wochenspruch für diese Woche sagt uns: «Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nichts als Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott» (Micha 6,8). Gottes Wort ruft uns auf zur Nächstenliebe, zum Schutz der Schöpfung, zum Eintreten für Gerechtigkeit und Frieden, zum Schutz der Armen und Notleidenden. Wir leben in einer globalisierten Welt. Unser Leben ist verwoben mit dem Leben der gesamten Welt. Was wir für unseren Alltag brauchen, an Kleidern, Essen, Technik, Kosmetikprodukte, Autos usw. wird überall in der Welt produziert. Das setzt uns auch global in Verantwortung. Als mündige Christen sind wir aufgerufen uns vor der Abstimmung am 29. November mit diesem Thema auseinanderzusetzen, uns zu informieren und uns eine Meinung zu bilden.

 

FÜRBITTE

Du, Gott, sagst uns, was gut ist.
Dein Wort zeigt uns,
was gut ist und
wie wir leben sollen.

Dein Wort zum Leben wünschen wir uns.
Sprich es zu allen,
die Entscheidungen für andere treffen:
zu den Politikerinnen und Politikern,
zu denen, die Recht sprechen,
zu denen, die unser Zusammenleben schützen.
Sprich dein Wort zum Leben –
damit es gut ist.
Höre uns und erbarme dich.

 

Du, Gott, sagst uns, was gut ist.
Deine Liebe zeigt uns,
was gut ist und
wie wir leben sollen.

Deine Liebe zum Leben wünschen wir uns.
Umgib mit Liebe alle,
die für andere da sind:
alle, die sich um Kranke und Infizierte kümmern,
die für uns sorgen,
die sich denen in den Weg stellen,
die keine Liebe haben.
Zeig uns deine Liebe zum Leben –
damit es gut ist.
Höre uns und erbarme dich.

 

Du, Gott, sagst uns, was gut ist.
Deine Demut zeigt uns,
was gut ist und
wie wir leben sollen.

Deine Demut wünschen wir uns.
Lehre deine Demut alle,
die das Leben anderer beeinflussen:
alle, die unterrichten,
die ihre Meinung veröffentlichen,
die ihren Glauben bekennen.
Lehre uns deine Demut,
damit wir und deine Gemeinde so leben,
wie es gut ist.

Dein Wort, deine Liebe, deine Demut
gib uns und deiner Welt.
Darum bitten wir dich im Namen Jesu Christi.

 

Was unserem Herzen wichtig ist, das bringen wir in der Stille vor dich.

 

STILLE

 

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

SEGEN (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Empfangt den Segen Gottes:

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag.

Gott ist mir uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag

So segne und behüte euch Gott der Allmächtige und Barmherzige,

Vater, Sohn und Heiliger Geist.

 

Geht gesegnet in die Nacht. Bleibst zuversichtlich. Gott ist da.

Amen

 

Wir LAUSCHEN oder SINGEN «Wohl denen, die da wandeln» Gesangbuch Nr. 295

https://www.youtube.com/watch?v=uxm1hjNFMIs