Wir sammeln uns im Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

Amen

 

Gottesdienste fallen nicht mehr aus. Und doch sind sie anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch und Samstag abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

 

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

 

GEBET

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilligen Geistes.

Amen

 

Psalm

Du bist das licht

der dunkeln tage

Du bist die sonne

des düsteren lebens

Du bist die hoffnung

und die kraft

nie sind wir allein

auch in der weitesten fremde

bist Du mit uns

schwer und verwirrend

sind die wege

Du begleitest

führst und trägst uns

was sollen wir

fürchten

Du bist bei uns

(aus dem Kappler Psalter, Kloster Kappel am Albis)

Wir LAUSCHEN: Katie Melua «Bridge Over Troubled Water”

https://www.youtube.com/watch?v=FygQ7I7tetU

 Wenn du erschöpft bist und dich klein fühlst,
Wenn deine Augen voller Tränen sind,
Werde ich sie alle trocknen
Ich bin an deiner Seite,
Wenn die Zeiten rau werden
Und Freunde einfach nicht zu finden sind

Wie eine Brücke über unruhiges Wasser,
Werde ich mich niederlegen
Wie eine Brücke über unruhiges Wasser,
Werde ich mich niederlegen

Wenn du völlig erledigt bist,
Wenn du auf der Straße bist,
Wenn der Abend dir total schwer vorkommt, werde ich dich trösten
Ich werde deinen Teil übernehmen
Ohh, wenn die Dunkelheit kommt
Und überall Schmerz ist

Wie eine Brücke über unruhiges Wasser,
Werde ich mich niederlegen
Wie eine Brücke über unruhiges Wasser,
Werde ich mich niederlegen

Segel weiter, Silbermädchen, segel daran vorbei
Deine Zeit zu strahlen ist gekommen
All deine Träume sind auf dem Weg
Sieh wie sie scheinen
Ohh, wenn du einen neuen Freund brauchst
Ich segel direkt hinter dir

Wie eine Brücke über unruhiges Wasser,
Werde ich deiner Gedanken erleichtern
Wie eine Brücke über unruhiges Wasser,
Werde ich deiner Gedanken erleichtern

MEDIATION: Das Spiel mit dem Nein

 Liebe Gemeinde,

in dem Fastenkalender «Sieben Wochen ohne Blockaden» gibt es eine Woche mit dem Schwerpunkthema: Das Spiel mit dem Nein

Dazu die wunderbare Geschichte der tapferen hebräischen Hebammen, zur Zeit als die Israeliten Sklaven in Ägypten waren: aus 2. Mose 1,15-20

 

15 Dann befahl der König von Ägypten den hebräischen Hebammen – die eine hieß Schifra und die andere Pua:

16 »Wenn ihr den Hebräerinnen helft, achtet bei der Geburt auf das Geschlecht! Ist es ein Junge, dann tötet ihn. Ist es ein Mädchen, dann darf es leben.«

17 Aber die Hebammen waren Gott gehorsam. Deswegen taten sie nicht, was der ägyptische König befohlen hatte. Sie ließen die Jungen am Leben.

18 Da rief der ägyptische König die Hebammen herbei und stellte sie zur Rede: »Warum tut ihr das und lasst die Jungen am Leben?«

19 Die Hebammen erwiderten dem Pharao: »Die hebräischen Frauen sind nicht sowie die ägyptischen Frauen. Sie sind voller Lebenskraft: Bevor die Hebamme kommt, haben sie schon geboren.«

20 Deshalb ließ Gott es den Hebammen gut gehen. So wurde das Volk der Israeliten zahlreich und immer stärker.

Der Streetart-Künstler Banksy, dessen Werke zur Zeit in Basel unter dem Titel «Building Castles in the Sky» ausgestellt werden, nutzt seine Kunst, um „Nein“ zu sagen und Missstände sowie Ungerechtigkeiten in der Welt anzuprangern. Banksy hat es durch seine Werke zu weltweiter Berühmtheit geschafft, obwohl seine Identität unbekannt ist. In den sozialen Netzwerken gibt er sich als Autor seiner Werke zu erkennen, die man als Graffitis an Häusern oder Mauern findet.

 Der Mann auf dem Wochenbild, der einen Blumenstrauß wirft, soll zum Frieden mahnen, denn der maskierte Mann nutzt als „Waffe“ einen Blumenstrauß statt einem Molotov-Cocktail. Das Motiv befindet sich in einem Vorort Bethlehems.

 Ein kreatives Nein wurde 2007 in den USA gesetzt

Im Mai 2007 marschierten Mitglieder des Ku-Klux-Klans durch die Straßen von Knoxville, Tennesse. Der rassistische Geheimbund ist vor allem in den Südstaaten der USA aktiv. Die Männer trugen die typischen weißen Kutten und skandierten ihren Schlachtruf „White Power! White Power!“ – was so viel heißt wie: die Macht den Weißen.

An einer Straße gesellten sich plötzlich verkleidete junge Leute dazu. „White Flour! White Flour!“ (Weißes Mehl!) riefen sie im selben Rhythmus und warfen dabei Mehl über sich selbst und die Anwesenden. Was, das war nicht der richtige Text? Sie gaben sich erstaunt und probierten es nochmal neu. „White Flowers!“ (Weiße Blumen!) riefen sie jetzt und ließen weiße Blumen regnen. Auch das nicht richtig? Bei „Wife Power!“ (Alle Macht den Ehefrauen!) hoben sie ihre Frauen in die Luft. Die Ku-Klux-Mitglieder zogen früher als geplant ab. Und Polizisten geleiteten die sogenannten „Coup Clutz Clowns“ ins Stadtzentrum, wo die Party weiterging.

Aus dem Kalender von 7 Wochen ohne

 

Das nächste Bild, das ein Kind in Rettungsweste und mit Leuchtkanone zeigt, sprayte Bansky 2019 an eine Hauswand in Venedig, um auf das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer hinzuweisen.

Nein zu sagen kostet Kraft. Es ist nicht leicht. Zum Glück geht es im Alltag nicht immer um Leben und Tod. Aber es geht trotzdem um viel. Andere reden schlecht über einen Menschen, der nicht dabei ist. Bin ich so blockiert von meiner Angst mich unbeliebt zu machen, aus der Reihe zu Tanzen oder anderen zu gefallen, dass ich schweige? Oder sogar mitmache? Oder nutze ich meinen Spielraum und setze mich ab von den Hetzern und Verleumdern und von denen, die mir nicht und auch anderen nicht guttun.

Manchmal wünschte ich mir, ich könnte so mutig sein, wie die beiden Hebammen, die dem Pharao die Stirn geboten haben. Und gleichzeitig stelle ich mir vor, dass sie nicht immer nur mutig waren. Sondern auch mal ängstlich und verzagt.

Doch wir haben eines gemeinsam. Unseren Glauben an Gott. Einen Gott, der uns immer wieder beflügelt gegen Bosheit und auch Unrecht aufzustehen. Und Nein zu sagen. 

Ich möchte uns alle einladen über die Frage nachzudenken: Wo sind meine Spielräume, der Menschenfeindlichkeit die Liebe Gottes entgegen zu setzen?

Ich wünsche uns im Ernstfall sie zu nutzen.

Amen

FÜRBITTE

Gütiger Gott,

hilf mir

den richtigen Moment zu finden

für ein nettes Wort

ein Kompliment

für Humor

der andere zum Lachen bringt

 

Hilf mir

im richtigen Moment

anzupacken und zu helfen

Schwachen eine Stimme zu geben

trösten zu können

 

Lass meine Augen den guten Weg finden,

damit meine Hände das Gute tun.

 

Berühre mich

mit deinem Heiligen Geist

der mich beflügelt

der mich mutig macht und stark

 

In der Gedanken, Worten und Gefühlen bringen vor dich was unser Herz bewegt,

unseren Dank,

unsere Erleichterung,

unsere Bitte,

unsere Sorgen,

unsere Ängste,

unsere Lieben,

uns selbst.

 

STILLE

 

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

SEGEN (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Empfangt den Segen Gottes

 

Der Herr segne und behüte dich

Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig

Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden

 

Geht zuversichtlich in die Nacht und in den kommenden Tag,

denn Gott ist da.

Amen

 

Wir LAUSCHEN Katie Melua: Fields of Gold

https://www.youtube.com/watch?v=hPvFxbnPr1Q