Herzlich willkommen zu unserem Abendgebet am Samstag.

Wir sammeln uns im Namen Gottes,

Gott ist uns nahe – immer und überall,

im Namen Jesu Christi – so sind wir geliebt,

und im Namen des Heiligen Geistes,

so sind wir verbunden als Schwestern und Brüder.

G: Amen

 

Gottesdienste fallen nicht mehr aus. Und doch sind sie anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch und Samstag abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.              

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

 

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

 

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilligen Geistes.

 

Barmherziger Gott,

heute an Weihnachten erinnerst du uns an dein uraltes Wort,

welches schon so viele Generationen vor uns

getröstet und ihnen Hoffnung geschenkt hat

Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht;

über denen, die im Land der Finsternis wohnen, geht ein Licht auf!

Heute sind wir es Gott,

die das Gefühl haben

in einer dunklen, bedrohten und sehr sorgenvollen Zeit zu leben.

Doch du kommst zu uns Gott,

mit deinem behutsamen und warmen Licht.

Lass es aufgehen in mir

in Sorge und Angst

hell

tröstend

wunderbar

geheimnisvoll.

Amen

 

Wir LAUSCHEN oder SINGEN «Stille Nacht» mit dem Knabenchor Hannover

https://www.youtube.com/watch?v=07zcP9_D8QQ

 

 

MEDITATION: Der schwarze Punkt.

Liebe Gemeinde,

die Geschenke sind ausgepackt, die ganze Hektik, die es immer vor Weihnachten gibt, hat sich gelegt. Ruhe ist eingekehrt. Und viele von uns brauchen diese Tage des Aufatmens, wo wir vom Alltag und der Arbeit ausruhen, vielleicht sogar für einige Tage von den Nachrichten des Jahres Abstand halten, wo wir Kräfte sammeln und Rückschau halten.

 

In eure Rückschau hinein möchte ich euch den Text einer Geschichte mitgeben, dessen Verfasser unbekannt ist. Sie heisst «Der schwarze Punkt».

Eines Tages kam ein Professor in die Klasse und schlug einen Überraschungstest vor. Er verteilte sogleich das Aufgabenblatt, das wie üblich mit dem Text nach unten zeigte. Dann forderte er seine Studenten auf, die Seite umzudrehen und zu beginnen.

Zur Überraschung aller gab es keine Fragen – nur einen schwarzen Punkt in der Mitte der Seite.

Nun erklärte der Professor folgendes: „Ich möchte Sie bitten, das aufzuschreiben, was Sie dort sehen.“

Die Schüler waren verwirrt, aber begannen mit ihrer Arbeit.

Am Ende der Stunde sammelte der Professor alle Antworten ein und begann sie laut vorzulesen. Alle Schüler ohne Ausnahme hatten den schwarzen Punkt beschrieben – seine Position in der Mitte des Blattes, seine Lage im Raum, sein Größenverhältnis zum Papier usw.

Nun lächelte der Professor und sagte: „Ich wollte Ihnen eine Aufgabe zum Nachdenken geben. Niemand hat etwas über den weißen Teil des Papiers geschrieben. Jeder konzentrierte sich auf den schwarzen Punkt – und das gleiche geschieht in unserem Leben. Wir haben ein weißes Papier erhalten, um es zu nutzen und zu genießen, aber wir konzentrieren uns immer auf die dunklen Flecken. Unser Leben ist ein Geschenk, das wir mit Liebe und Sorgfalt hüten sollten und es gibt eigentlich immer einen Grund zum Feiern – die Natur erneuert sich jeden Tag, unsere Freunde, unsere Familie, die Arbeit, die uns eine Existenz bietet, die Wunder, die wir jeden Tag sehen … Doch wir sind oft nur auf die dunklen Flecken konzentriert – die gesundheitlichen Probleme, der Mangel an Geld, die komplizierte Beziehung mit einem Familienmitglied, die Enttäuschung mit einem Freund, Erwartungshaltungen usw. Die dunklen Flecken sind sehr klein im Vergleich zu allem, was wir in unserem Leben haben, aber sie sind diejenigen, die unseren Geist beschäftigen und trüben. Nehmen Sie die schwarzen Punkte wahr, doch richten Sie ihre Aufmerksamkeit mehr auf das gesamte weiße Papier und damit auf die Möglichkeiten und glücklichen Momente in ihrem Leben und teilen sie es mit anderen Menschen!»

 

Diese besondere Jahr 2020 hat für viele von uns ausser den Mühen mit Corona auch andere Lasten gebracht. Auf dem Lebensblatt dieses Jahres befinden sich etliche kleine und grosse schwarze Punkte. Das weiss ich. Und wir haben uns über diese Punkte während des Jahres ausgetauscht und geklagt. Wir haben gebetet und gefleht zu Gott.

In eurer Rückschau auf das Jahr, da möchte ich euch einladen,

nehmt sie wahr die dunklen Punkte,

aber konzentriert euch darauf,

was ihr Gutes erfahren habt,

was ihr neu zu schätzen gelernt habt,

was euch gelungen ist,

was ihr überstanden habt.

 Schreibt euch das alles auf,

dankt Gott dafür,

erzählt das Gute weiter,

das euch dieses Jahr trotz allem gebracht hat.

Denn es sind die Spuren der Nähe Gottes.

Amen

 

GEBET

Du bist gekommen, Gott,
und wir feiern dein Fest.
Du bist in unserer Mitte
und beschenkst uns.

Du beschenkst uns und
wir können dir nur unsere Sorgen hinhalten –
um die vielen Kranken,
um die Ärztinnen und Ärzte,
um die Krankenschwestern und Pfleger,
um alle, die in diesen Tagen für uns arbeiten.
Erbarme du dich.

 

Du beschenkst uns, und
wir können dir nur unsere Hoffnung hinhalten –
auf ein Ende der Pandemie,
auf Respekt für die Schutzlosen und Schutz für die Geschlagenen,
auf Versöhnung,
auf Frieden.
Erbarme du dich.

 

Du beschenkst uns,
treuer Gott.
Wir können dir nur unseren Dank hinhalten –
für das Glück in diesen Tagen,
für die Bewahrung,
für die Gemeinschaft trotz Abstand,
für dein Wort.
Du bist gekommen, Jesus Christus,
und wir feiern dein Fest.
Bleib bei uns und feiere mit uns.

 

In der STILLE bringen vor dich was unser Herz bewegt,

unseren Dank,

unsere Erleichterung,

unsere Bitte,

unsere Lieben,

uns selbst.

 

STILLE

 

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

SEGEN (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Empfangt den Segen Gottes:

Der gütige Gott gehe an deiner Seite

und begleite deinen Weg.

Er gebe deiner Seele die Ruhe, die du brauchst.

Er heile, wo du verletzt bist und erhalte dich gesund.

Er gebe dir die Kraft, die du für den Alltag brauchst.

Er lassen das Wort der Engel in dir aufgehen und dich erfüllen:

Fürchte dich nicht, hab keine Angst, denn Gott ist da.

Amen

 

Wir LAUSCHEN:

https://www.youtube.com/watch?v=z51apErmAuw&list=RDl1wHyMR_SCA&index=5