Herzlich willkommen zu unserem Luther Abendgebet am Samstag

 

Wir sammeln uns im Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

Amen

 

Gottesdienste fallen nicht mehr aus. Und doch sind sie anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch und Samstag abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.              

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

 

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

 

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilligen Geistes.

Amen

 

Ich halte dir meine Hände hin

„Herr, ich halte dir meine Hände hin,

alles, was sie heute in die Hand genommen haben,

alles, was mir gelungen und misslungen ist.

Ich halte dir die Menschen hin,

 denen ich heute die Hand gereicht habe,

und die, denen ich sie verweigert habe.

Ich halte dir hin, was ich geformt und gestaltet habe

und was mir aus der Hand geglitten ist.

Ich halte dir in meinen Händen diesen Tag hin, so wie er war.

Ich verzichte darauf, zu beurteilen und zu bewerten, was war.

Ich überlasse dir das Urteil.

Ich vertraue dir,

dass du alles verwandeln kannst, was heute war.

Ich übergebe dir den Tag.

Manchmal hatte ich das Gefühl,

dass mir alles zwischen den Fingern zerrinnt,

dass der Tag nur Stückwerk war.

Füge du zusammen, was zerstückelt ist.

Ich lege meinen Tag und alles,

was ich heute in die Hand genommen habe,

in deine guten und zärtlichen Hände.

Halte du deine schützende Hand über mich.

Lass mich heute Nacht in deiner guten Hand geborgen sein.

Du hast deinen Namen in meine Hand geschrieben und meinen Namen in deine Hand.

So lass mich in dieser Hand spüren, dass ich in dir bin und du in mir.

In dir darf ich nun ruhen.

Und du wirst bei mir und in mir sein, wenn ich nun schlafe.

Lass dein Licht in meinem Herzen leuchten,

wenn ich mich nun der Dunkelheit der Nacht anvertraue.

Und halte deine schützende Hand über meine Familie und über alle, die mir lieb sind.“

Amen

Anselm Grün

 

Wir LAUSCHEN: Reinhard May «Mauern meiner Zeit »

 https://www.youtube.com/watch?v=JscyEdSUpQE

 

 

MEDIATION: «Aus der Rolle fallen» BILD

 

Die Fastenaktion der Evangelischen Kirche in Deutschland «7-Wochen-ohne» hat in diesem Jahr für die Fastenzeit das Motto «7-Wochen-ohne-Blockaden». Dass wir gerne über Regeln und Verordnungen jammern, weil sie uns einschränken, vielleicht sogar blockieren, das wissen wir. Um so mehr gefällt es mir, dass in dieser Fastenzeit aufgerufen wird darüber nachzudenken, dass jede Regel noch Spielräume hat. Es geht nicht darum Lücken zu finden, wie man Regeln trickreich umgehen kann. Nein. Sondern es ist eine Aufforderung darüber nachzudenken, was trotz allem noch geht.

Und für diese Woche ist der Schwerpunkt «Rollenblockaden» festgesetzt worden. Diese Woche soll ich darüber nachdenken, wie mich die Rolle blockiert, die ich spiele. Oder die ich spielen will. Wenn andere sagen: «Das gehört sich nicht für eine Pfarrerin» Oder «Dafür bist du doch zu alt». Oder «In unserer Familie hat es das noch nie gegeben». Oder «Eine gute Mutter würde das anders machen». Solche Rollenbeschreibungen blockieren einen.

Die Bibel erzählt das von dem Propheten Jeremia. Er sollte im Auftrag Gottes, seinen Landsleuten unangenehme Dinge sagen. Da war er wie blockiert «Ich bin zu jung», hat er gesagt «Sie werden nicht auf mich hören».

Klar, wer hört schon auf einen jungen Mann oder eine junge Frau, die die eigene Tochter sein könnte oder der Sohn. «Sie wissen alles besser, die jungen Leute! Besserwisser» Zugegeben: So denke ich auch manchmal. Jeremia damals hat gewusst, wie die Leute ticken. Das hat ihn blockiert. Er wollte die Aufgabe nicht übernehmen. Aber Gott hat ihn wissen lassen: «Fürchte dich nicht vor ihnen. Ich bin bei dir».

Lass dich nicht blockieren von dem, was nicht geht oder sich nicht gehört. Überleg was möglich ist. Es geht mehr als du denkst.

Der Psychotherapeut Alfred Kirchmayr sagte: «Lass dich aus der Rolle fallen, damit du aus der Falle rollst»

Amen

 

FÜRBITTE (Lissy Eichert / Barbara Manterfeld-Wormit)

Gott, Vater im Himmel,

Wir bitten für die Menschen, die wir lieben:

unsere Mütter und Väter, unsere Großeltern, unsere Partner,

unsere Kinder und Enkel, unsere Freunde nah und fern.

Für sie brennt dieses Licht.

Meine Kerze brennt für Menschen

An die ich gerne denk und still

Weil ich ohne sie nicht wäre

Ohne sie nicht leben will.

 

Wir bitten für die Alleinstehenden,

für die Isolierten, für die Menschen auf der Straße.

Für sie brennt dieses Licht.

Meine Kerze brennt für Menschen

An die vielleicht kein andrer denkt

Und die sich verlassen fühlen

Keiner ihnen Nähe schenkt

 

Wir bitten für die Flüchtenden,

für die Menschen im Krieg,

für die Hungernden

und Kranken auf der ganzen Erde.

Für sie brennt dieses Licht.

Meine Kerze brennt für Menschen,

die der Krieg und Hunger schwächt

 weil ich damit klagen möchte mein Gott,

das ist nicht gerecht.

 

 Wir bitten für die Kranken

und die, die ihnen beistehen und helfen.

Für die Ärztinnen und Krankenpfleger,

für die Mediziner und Forscher,

für die Menschen, die die politische Verantwortung tragen in dieser Zeit,

für alle, die dafür sorgen, dass das Leben weitergeht.

Für sie brennt dieses Licht.

Meine Kerze brennt für Menschen

Dort wo die Verzweiflung wohnt

Weil ich ihnen herzlich wünsche

Dass mein Gott sie reich belohnt

 

Wir bitten für die Sterbenden,

für die Trauernden und Hinterbliebenen.

Für die, die dem Virus zum Opfer gefallen sind.

Meine Kerze brennt für alle Menschen

gleich welcher Herkunft, Geschlecht, Religion.

Meine Kerze brennt für Menschen

Die bereits gestorben sind

Und nun neu geboren werden

In Gottes Reich als Gottes Kind

 

In der STILLE bringen vor dich was unser Herz bewegt,

 

STILLE

 

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

SEGEN (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Empfangt den Segen Gottes:

Der Herr segne und behüte dich,

der Herr lasse sein Angesicht über die leuchten und sei dir gnädig,

der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.

 

Geht zuversichtlich in die Nacht, denn Gott ist da.

Amen

 

Wir LAUSCHEN Reinhard Mey: Zeugnistag

https://www.youtube.com/watch?v=fK3vSkYzpTY