Luther-Gebet für Mittwoch 19. Mai 2021:

 

Herzlich willkommen zu unserem (152.) Abendgebet, in der Wochenmitte vor Pfingsten.

Wir sammeln uns im Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Gottesdienste sind anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch und Samstag abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.             

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

verbunden, um diese Andacht zu feiern.

Wir kommen mit dem, was uns ausmacht, allen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen in der Wochenmitte.

Wir machen uns bewusst, dass Christus lebt, auch durch andere Menschen, und wie Gott an unserer Seite steht.

 

Losung und Lehrtext für Mittwoch, 19.05.2021:

Singet dem HERRN ein neues Lied, denn er tut Wunder.     Psalm 98,1

Singt Gott dankbar in euren Herzen.      Kolosser 3,16

Das Fest der Konfirmation ist immer wieder ein guter Anlass, auch neue Lieder des Glaubens bekannter zu machen und zu singen. Dieses folgende Lied singen wir zu den Konfirmationen jetzt im Mai 2021, es ist eine Melodie aus Norwegen und ein deutscher Text dazu:

Musik: Vergisst nicht zu danken dem ewigen Herrn

https://www.youtube.com/watch?v=PrfbwP2dLAg

 

Konfirmation, das heisst auf Deutsch Bekräftigung und Stärkung, Vergewisserung in dem christlichen Glauben.

Seit der Reformationszeit gibt es diese Konfirmation, Martin Bucer, ein Schüler und Mitarbeiter Martin Luthers, hatte sie vor fast genau 500 Jahren, 1522 in Nordhessen eingeführt.

In Auseinandersetzung mit den Täufern wurde er als Strassburger Reformator 1538 vom Landgrafen Philipp von Hessen um Rat gebeten. Die Täuferbewegung forderte das persönliche Bekenntnis des Gläubigen in der Taufe und lehnte die Säuglingstaufe ab. Martin Bucer lag die Bildung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen und entwickelte eine Lösung: Die als Kinder getauften Jugendlichen erhalten einen Katechismusunterricht, und dann werden sie nach einer Prüfung unter Handauflegung gesegnet. So werden sie kirchenmündige Mitglieder. Die Segensbitte der Gemeinde begleitet die Handlung.

Die Konfirmation ist heute ein feierlicher Gemeindegottesdienst zum Abschluss der Konfirmandenzeit für Jugendliche. Dieser Ritus hat eine lange und bewährte Tradition und erfolgte früher zum Zeitpunkt des Schulabschlusses, bevor sie in ihre Ausbildungen gingen. Doch Konfirmandenzeit und die Funktion der Konfirmation haben sich sehr verändert.

Heute werden Jugendliche bei uns 9-10 Monate lang in der Konfirmandenarbeit begleitet, setzen sich in ihrer Altersgruppe mit Fragen und Themen des christlichen Glaubens auseinander und können ihre eigenen Glaubensvorstellungen entwickeln. Die Jugendlichen sind selbst Akteure und Akteurinnen und können in der Gruppe als «Jugendgemeinde auf Zeit» christliches Leben in der Kirche kennenlernen, erleben, feiern und mitgestalten.

Auch in der Schweiz hat die Konfirmation nach wie vor einen hohen Stellenwert und wird als Familien- und Generationenfest gefeiert. In diesem Jahr soweit die Corona-Bestimmungen es zulassen. In den reformierten Schweizer Landeskirchen werden jährlich über 20 000 Jugendliche konfirmiert.

Erinnern Sie noch Ihren Spruch zur Konfirmation? Unsere 10 Konfis dieses Jahr haben sich fast alle unterschiedliche Worte für ihren weiteren Lebensweg ausgewählt.

Musik: Vergisst nicht zu danken dem ewigen Herrn (Instrumental Gitarre)

https://www.youtube.com/watch?v=rr_ucsLHBn8

 

Bei einer unserer Exkursionen mit den Konfis haben sie selbst wertvolle Sätze aufgeschrieben zum Glauben und zur Kirche, die wir jetzt hören/lesen:

„Für mich ist das Christentum Abendmahl, Glaubensbekenntnis, Vaterunser und Gottesdienste.

Das wichtigste an der christlichen Kirche ist für mich: der Glauben an Gott, dass er uns durch schwere Zeiten begleitet und nur die Bösen gestraft werden.

Ich finde gut, dass alle gleich behandelt werden.

Ich finde gut, dass es Feiertage gibt und das altes auch relevant ist.

Ich finde gut am Christentum, dass Gott dir immer verzeiht.

Ich finde es toll, dass wir in diesem Glauben akzeptiert werden so wie wir sind und dass Gott dir verzeiht egal was du gemacht hast.

Der Glauben, also Gott gibt mir einen festen Halt. Er gibt mir Kraft, wenn ich zu fallen drohe.

Gott ist der allmächtige durch den wir frei leben können.

Ich glaube an Gott, der mich durchs Leben begleitet und ich immer beschützt.

Ich finde gut, dass Gott es gut mit mir meint.“

 

Fürbitten:

Gütiger Gott,

Taufe und Konfirmation sind wichtige Tage unseres christlichen Lebens.

Jugendliche und auch Erwachsene sagen ihr Ja zu dir.

Eltern lassen ihre Kinder noch ein Stück weiter los in ihr eigenes Leben.

Wir treten vor dich, mit allem, was da ist in unseren Herzen und Gedanken.

Mit den Erinnerungen an das vergangene Jahr, an die vergangenen Monate mit all ihren Herausforderungen.

Wir kommen zu dir mit Sorgen und Wünschen, mit Hoffnungen und Träumen, auch für unsere Kinder.

Du kommst uns freundlich entgegen. Du hast gesagt: Wo zwei oder drei in meinen Namen versammelt sind, da bin ich Mitten unter ihnen.

Wir danken dir, dass wir darauf vertrauen dürfen.

Du bist da. Du nimmst uns an, so wie wir sind.

So bitten wir dich, schenke uns, was wir zum Leben brauchen:

Worte, die tragen und weiterhelfen, Vertrauen, das mutig macht,

Freude und Hoffnung für uns und unsere Welt.

Besonders bitten wir Dich für die Familien und Generationen nah und fern, die in dieser Zeit nicht zusammen sein können.

Wir bitten Dich für alle, die erkrankt sind, akut oder dauerhaft, und für die, die für sie sorgen in Praxen, Spitälern und zuhause.

Wir bitten Dich inständig für den Frieden und ein Ende der Gewalt im Nahen Osten, in Israel und Palästina. Stärke die Bemühungen um Verständnis und aufeinander Zugehen.

Wir bitten Dich für die Bewahrung Deiner Schöpfung weltweit, auch dass wir selbst bebauen und bewahren zum Guten, da wo wir können.

In der Stille vertrauen wir Dir unsere Herzensanliegen an:

STILLE

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name;

dein Reich komme;

dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern;

und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

SEGEN

Martin Bucer, „Erfinder“ der Konfirmation, hat einen besonderen Segen formuliert, der auch heute noch verwendet wird,

Mit diesem Segen gehen wir nun in die kommende Pfingstzeit:

«Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist schenke dir seine Gnade.

Er sei dir Schutz und Schirm vor allem Bösen,

Stärke und Hilfe zu allem Guten,

dass du bewahrt bleibst im Glauben und im Leben.

Geh im Frieden des Herrn. + «    Amen.

 

 

Lied: Herr wir bitten komm und segne uns

Text und Melodie: Peter Strauch (1977) 1979

https://www.youtube.com/watch?v=oHnioTy2bM0