Luther-Gebet für Mittwoch 2. Juni 2021:

Herzlich willkommen zu unserem (156.) Abendgebet, in der Wochenmitte nach dem Sonntag Trinitatis.

In den Sommermonaten 2021 gibt es diese Andacht einmal die Woche Mittwoch abends.

Wir sammeln uns im Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Gottesdienste sind anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch und Samstag abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.             

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.

 

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Pfingst-Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

verbunden, um diese Andacht zu feiern.

Wir kommen mit dem, was uns ausmacht, allen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen in der Wochenmitte.

Wir machen uns bewusst, dass Christus lebt, auch durch andere Menschen, und wie Gott an unserer Seite steht.

Wochenspruch für die Trinitatiswoche:

„Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen“ 2. Korinther 13,13

Musik: J.S. Bach Kantate BWV 129 zu Trinitatis „Gelobet sei der Herr, mein Gott mein Licht mein Leben“ (Eingang- u. Schlusssatz)

https://www.youtube.com/watch?v=adWRARJy9dA

 

 

Sommergebet

Das braucht seine Zeit,

bis die Tage den anderen Rhythmus lernen

und langsam im Takt der Muße schwingen.

 

Das braucht seine Zeit,

bis die Alltagssorgen zur Ruhe finden,

die Seele sich weitet

und frei wird vom Staub des Jahres.

 

Hilf mir in diese andere Zeit, Gott,

lehre mich die Freude

und den frischen Blick

auf das Schöne.

 

Den Wind will ich spüren

und die Luft will ich schmecken.

Dein Lachen will ich hören.

Und in allem deine Stille…

Carola Moosbach

Sommerbeginn, meteorologisch gesehen heute, so hat es der SRF-Wetterdienst vom berühmten Dach des Sendezentrums in Zürich verkündet gestern abend, versehen mit wieder vielen schönen Bildern von Zuschauerinnen und Zuschauern.

Wir läuten die ruhigere Zeit ein, mehr Wärme, mehr Begegnungen. Mehr Lächeln in den Gesichtern.

Carola Moosbach beschreibt diese Bilder, Sehnsüchte, Wünsche, Gefühle mit wunderbaren Worten und Wortspielen. „Wind spüren, Luft schmecken, der frische Blick auf das Schöne“ wie die Rosen, blühende Kastanien, Beeren, das Grün des Waldes.

„Die Seele weitet sich und wird frei vom Staub des Jahres.“

Und in allem Gottes Klang, morgens und abends die Vögel, das Windrauschen, und darum auch die Stille, Gottes Stille. In 7 Tagen hat er die Welt erschaffen, 6 Tage Schaffen und 1 Tag Ruhe. Stille.

Nicht alle Sorgen sind dann schon weg, der Friede ist nicht überall eingekehrt in dieser Welt, im Gegenteil, die Pandemie noch nicht erledigt. Und dennoch: Aufatmen, einatmen, ausatmen.

Und spüren, was damit gemeint ist: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen“.

Es ist die von seinem Sohn gelebte Gnade, dass wir leben. Geschenk.

Es ist seine Liebe, die immer mit und bei uns ist. Geschenk.

Es ist seines Geistes Gemeinschaft, in die wir hineingerufen sind. Jeden Tag, jeden Abend, jeden Morgen neu.           Amen.

 

Fürbitten

Du dreieiner Gott,
du hast uns das Leben gegeben,
du willst unser Glück,
du lässt uns aufatmen.

Wir gehören zu dir.
Wir sind deine Geschöpfe.
So bitten wir dich
um Lebenskraft für deine Schöpfung.
Wir bitten für die Kranken –
in unserer Nachbarschaft und in der Ferne.
Wir bitten für die Trauernden – du kennst ihre Namen.
Schöpfergott – wir bitten für die Erschöpften.
Erbarme dich.

Wir gehören zu dir.
Du rettest und bringst Frieden.
So bitten wir dich
um Versöhnung in deiner Schöpfung.
Wir bitten für die, die einander Feind sind –
unter den Völkern, in unserer Gesellschaft,
in unserer Mitte.
Wir bitten für die, die nach Rettung schreien –
in Gefängnissen, auf der Flucht.
Erlöser Jesus Christus – wir bitten für die Friedlosen.
Erbarme dich.

Wir gehören zu dir.
Du schenkst uns neuen Atem.
So bitten wir dich
um Hoffnung für deine Schöpfung.
Wir bitten für die Suchenden –
die Ratlosen und die die Wütenden.
Wir bitten für die, die enttäuscht sind –
von anderen Menschen,
vom Glauben und der Kirche.
Gott, Heiliger Geist – wir bitten für die Sehnsuchtsvollen.
Erbarme dich.

Du dreieiner Gott,
schenke uns deinen Atem,
deine Liebe und deinen Frieden
heute und alle Tage.

In der Stille nennen wir Dir, was uns am Herzen liegt….

STILLE

Vaterunser

Vater unser im Himmel,

geheiligt werde dein Name;

dein Reich komme;

dein Wille geschehe,

wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern;

und führe uns nicht in Versuchung,

sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft

und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Gott segne deinen Sommer.

Er erfreue dich mit seiner Schöpfung
und schenke dir viele bunte Erlebnisse.

Er erfrische dich mit sanftem Regen
und schenke dir neue Kraft.

Er belebe dich mit frischem Wind
und schenke dir leichte Gedanken.

Er wärme dich mit den Strahlen der Sonne
und schenke dir eine unbeschwerte Zeit.

Er lasse dich federleicht sein wie ein Vogel
und schenke dir himmlische Träume.

Gott sei überall mit dir.

(Unbekannt)

 

Musik/Lied: Geh aus, mein Herz und suche Freud

MDR-Rundfunkchor Leipzig als Zeichen der Hoffnung in Zeiten der Corona-Pandemie

https://www.youtube.com/watch?v=kpgw1b4Md54