Luther-Gebet für Mittwoch, 28. Juli 2021:

Herzlich willkommen zu unserem (165.) Abendgebet, in der Wochenmitte.

Wir sammeln uns im Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Gottesdienste sind anders als sonst.

Gott bleibt.

Mittwoch abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln.             

Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.

 

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

verbunden, um diese Andacht zu feiern.

Wir kommen mit allen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen in der Wochenmitte.

Wir machen uns bewusst, Gott ist da.

Denn:

 

In Gottes Hand ist die Seele von allem, was lebt.

(Buch Hiob 12,10; Tageslosung für den 28. Juli 2021)

 

Auch in diesen Ferienwochen gibt es so viele schlechte Nachrichten, die uns erreichen: ein regenreicher Sommer, Überschwemmungen, Unwetter, durch Flut zerstörte Häuser, Brücken, Ernten, ja viele Tote. Phänomene der Klimaveränderung.

Das Coronavirus mit seinen Varianten beherrscht weiterhin die Welt, unsere Urlaubspläne, lässt Menschen erkranken, Debatten um Impfungen und nicht-geimpfte, Solidarität und Egoismus.

Der jüdisch-christliche Glaube hält zu allen Zeiten immer wieder das grosse DENNOCH wach:

dennoch ist Gott da, steht an der Seite der Menschen, vor allem derer die Leid und Unglück erfahren.

Steht an der Seite seiner Schöpfung und Geschöpfe.

Steht für Frieden und Gerechtigkeit, die bei ihm ist und die uns Menschen als Aufgabe gegeben ist für diese Welt, in Gottes Sinne.

Davon handelt auch der Wochenpsalm für diese Woche des 8. Sonntags nach Trinitatis:

Lob Gottes für die Welt aus Psalm 48:

2 Gross ist der HERR! Lobt ihn in Jerusalem, der Stadt unseres Gottes, auf seinem heiligen Berg!

3 Der Berg Zion ragt im Norden auf – er ist voll Schönheit und Pracht.

9 Das alles haben wir früher nur gehört, doch nun erleben wir es selbst: Gott ist der allmächtige HERR, an Jerusalem sehen wir seine Größe. Durch ihn wird die Stadt auf ewig bestehen.

10 In deinem Tempel, Gott, denken wir über deine Güte nach.

11 In jedem Land kennt man deinen Namen, dein Ruhm reicht bis ans Ende der Welt.

Du sorgst für Recht und Gerechtigkeit,

12 darum herrscht Freude auf dem Berg Zion. Ja, was du beschließt, das ist gerecht, darum jubelt man dir in den Städten Judas zu.

13 Wandert um den Berg Zion, geht rings um die Stadt und zählt ihre Festungstürme!

14 Bestaunt die unbezwingbaren Mauern und Paläste! Dann könnt ihr der nächsten Generation erzählen:

15 »So ist Gott! Er ist unser Gott für immer und ewig; allezeit wird er uns führen!«

Hoffnung für Alle® (Hope for All)

 

Musik: J.S. Bach: „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm BWV 171: Chorus: „Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm“ · · Ton Koopman · The Amsterdam Baroque Choir

https://www.youtube.com/watch?v=N4Y2dwwwOtQ

 

Tageswort für den 28. Juli 2021 aus der Apostelgeschichte 17, 28:

„Denn in ihm leben und weben und sind wir.“

Akropolis Athen

Rede des Paulus auf dem Areopag Athen

Paulus steht auf dem Areopag, einem hohen Felsen mitten in Athen, unterhalb der Akropolis. Und er hält dort eine grosse, bewegende Rede und preist darin Gottes Schöpferkraft. Dabei knüpft er an die Erfahrungen und religiösen Zuhörenden an. Er sagt: Niemand verdankt sein Leben sich selbst. Es ist ein Geschenk des Schöpfers. Ihn, „der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist“. Das stellt der weitgereiste Apostel den Menschen vor Augen.

Die Bibel will die Welt und ihre Entstehung nicht naturwissenschaftlich erklären. Was sie von der Schöpfung sagt, ist vielmehr ein grosser Lobgesang auf deren Urheber. Dieser hat eine Ordnung geschaffen, die Leben ermöglicht und fördert. Die wir Menschen mitgestalten und entfalten können, in aller Freiheit. Wir stehen jedoch dabei immer im Zusammenhang mit der ganzen Schöpfung. Mit ihr sind wir und unsere Zukunft auf engste verwoben. Wir merken: das ist nicht nur eine 2000 Jahre alte Rede des Paulus, das ist ganz modern.

Gott hat uns aufgetragen, mit der Schöpfung in Einklang zu leben, sie zu pflegen und zu erhalten, auch für künftige Generationen.

In Verbindung mit ihm und allen seinen Geschöpfen erleben wir seine Nähe und Lebenskraft.

Dass es jeden Morgen wieder hell wird. Dass die Jahreszeiten wechseln. Dass die Natur wächst und grünt. Dass sich auch unsere Kräfte (besonders in der Sommerzeit) wunderbar erneuern. Dass unser Atem fliesst:

Das ist sein Geschenk.

Dafür loben wir den Schöpfer und dienen seiner Schöpfung.

Das ist das grosse DENNOCH des jüdisch-christlichen Glaubens.

Auch in diesem Sommer 2021.

 

Musik: „Gott gab uns Atem“ von Fritz Baltruweit

https://www.youtube.com/watch?v=MZVFn8pQ64I

 

Fürbitten (nach VELKD):

In diesen sommerlichen Tagen möchten wir Sonne, Ruhe, deine Nähe spüren.
In diesen sommerlichen Tagen schauen wir auf dich, Christus.
Du bist das wahre Licht.
Deine Gegenwart macht unser Leben hell.

Deine Wärme, Christus, heile uns –
Deine Wärme, Christus, für alle,
die leiden, die verzweifeln an Unwetter und Klimaveränderungen,
die mit dem Tod ringen oder ihn erlebt haben.
Mit deiner Wärme, Christus, umhülle diese Welt,
damit die Schmerzen und der Tod an ihr Ende kommen.
Christus – höre uns.
Christus – erbarme dich.

Dein Licht, Christus, erleuchte uns –
Dein Licht, Christus, für alle,
die in Sorge sind,
die Angst vor dem Kommenden haben,
die um ihr Recht kämpfen,
die für andere verzichten, die solidarisch handeln,
die Macht haben.
Mit deinem Licht, Christus, erleuchte diese Welt,
damit dein Frieden den Hass überwindet und das Leben erscheint.
Christus – höre uns.
Christus – erbarme dich.

Deine Liebe, Christus, erfülle uns –
Deine Liebe, Christus, für alle,
die so sehr auf Liebe angewiesen sind,
deine Liebe für die Familien, Kinder und Jugendliche,
die immer neu durch Corona verunsichert sind,
deine Liebe für die Gemeinden in aller Welt,
die bedrängt und verfolgt werden,
deine Liebe für alle,
die das Leben suchen.
Deine Liebe, Christus,
erfülle diese Welt, deine Kirche, unsere Herzen,
damit sie diese Welt heilt und verwandelt.

Für eine erholsame, behütete Sommerzeit

Zeit zum Aufatmen und Ruhen, zur Erholung und für Deine Nähe.

Dir vertrauen wir uns und alle unsere Lieben an, alle, an die wir denken:

Menschen nah und fern, Deine Schöpfung, alles war wir auf dem Herzen haben:

STILLE

 

Christus – höre uns heute, morgen und alle Tage.

Du bist da. Dank sei dir dafür.

Mit deinen Worten beten wir gemeinsam:

 

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

SEGEN (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Gott, wir preisen dich!

Segne uns durch Deine unendliche Güte!

Segne uns durch alles, was du erschaffen hast.

Gott wir preisen dich für alles, was du an uns getan hast!

Segne uns für das, was ich sein darf.

Gott, ich preise dich für deine Liebe, mit der du mir entgegenkommst!

Segne uns durch Deine unendliche Barmherzigkeit.

Gott, ich preise dich von ganzem Herzen!

Segne uns durch deinen Frieden, der war, der ist und der kommen wird.

Amen.

 

Musik: Matt Redman – 10,000 Reasons (Bless the Lord)

https://www.youtube.com/watch?v=XtwIT8JjddM