Herzlich willkommen zum 410. Luther-Abendgebet am Mittwoch, 3. Juni 2026
Wir sind in der Zeit des Sommerbeginns – Zeit des Himmels und der blühenden Natur – mit der Hoffnung, dass Gott in unser Leben kommt sein Geist uns immer wieder neue Anfänge schenkt.
Von neuen Anfängen, verlieren und gewinnen im Sport und im Leben hören wir heute in Text, Gebet und Musik.
So sammeln wir uns:
im Namen Gottes, der uns wie ein Vater und eine Mutter in Liebe umfängt,
im Namen Jesu Christi, dem Herrn und Bruder, der uns im Leiden trägt und hilft,
und im Namen der Heiligen Geistkraft, die uns verbindet zwischen Himmel und Erde.
Amen.
Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt: Gott bleibt, unser Gebet bleibt.
Ich zünde eine Kerze an, für das Licht, für den Frieden, für Vertrauen, für die Hoffnung:
(Wochenspruch Trinitatis 2. Kor. 13,13)
«Das kann nicht wahr sein. Grosse Leere und riesige Enttäuschung» im Schweizer Team und im ganzen Land nach dem verlorenen WM-Final gegen Finnland. Am Sonntagabend war es ganz still geworden in Zürich. Spieler, Trainer, Fans zeigen sich betroffen:
„Wie bitter ist das denn: Die Schweiz steht zum dritten Mal in Folge in einem WM-Final – und zum dritten Mal in Folge muss sich die Nati knapp geschlagen geben.
Die Spieler haben alles gegeben, sie können mit erhobenem Haupt das Turnier verlassen, auch wenn es sehr weh tut und noch eine Weile weh tun wird.“
Captain Roman Josi, gewählt als wertvollster Spieler des Turniers: «Die Enttäuschung ist riesig. Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt …. Ich kann mir nicht erklären, wieso es nicht klappen will. Es ist eine rechte Leere jetzt.“
Torhüter Leonardo Genoni schaut schon etwas dankbarer zurück und nach vorn:
«Wir haben einen unglaublich guten Match gespielt und waren nahe dran. Im Moment tut es sehr fest weh. Ich bin aber trotzdem extrem dankbar für die Eindrücke, die ich sammeln konnte. Ich durfte eine Heim-WM spielen vor wunderbaren Zuschauern.“
Nun beginnt in 1 Woche die nächste Weltmeisterschaft, im Fussball der Männer.
Wir lernen im Sport für das ganze Leben: mal gewinnen, mal verlieren. Mal tiefe Traurigkeit, mal grosse Freude.
Es ist im Leben wie bei vielen (Mannschafts-) Sportarten: wir spielen auf einem begrenzten Raum, in begrenzter Zeit, zu klaren Regeln (hoffentlich!), jeder und jede Mitspielende ist wichtig, am besten geht es im Team. Umgang mit Fouls und Fairplay lernen wir dabei ebenso wie das Achten auf die Gesundheit.
Schön, wenn über allem gewinnen und verlieren auch die Dankbarkeit stehen kann, wie es der aktuell Zuger Goalie Leonardo Genoni beschreibt.

Bild: Herz in der Luft (SRF-Swiss)
Ein Swiss-Flugzeug ist nach dem WM-Final über Zürich eine Herz-Schlaufe geflogen.
Die Fluggesellschaft Swiss und die Schweizer Flugsicherung Skyguide gratulierten damit dem Schweizer Eishockey-Nationalteam zur Silbermedaille.
Das Herz reichte von Kloten über Zürich bis nach Winterthur, danach flog die Maschine weiter nach Thessaloniki.
Mit den folgenden Herzworten können wir lernen, aus dem Sport auch für das Leben zu lernen:
Glücklich,
wer seinen Sieg dankbar feiert,
ihn annimmt wie ein Geschenk.
Glücklich,
wer verlieren kann, ohne den Kopf zu verlieren.
Glücklich,
wer in Sport und Spiel Freiheit spürt.
Glücklich,
wer sich ganz einsetzen kann, ohne sich zu verzehren.
Glücklich,
wer ein gutes Team erlebt – im Sport und im Leben.
Glücklich,
wer im andern immer den Menschen sieht,
nicht nur den Gegner.
Glücklich,
wer sich erholen kann bei Sport und Spiel.
Glücklich,
wer beim Training des Körpers
die Seele nicht vergisst.
Glücklich,
wer mit Körper und Seele
Gott, den Schöpfer, lobt.
(M. Bender)
Musik: Gerry & The Pacemakers – You’ll Never Walk Alone
„Du wirst niemals allein gehen“: das Lied hat Generationen nicht nur von Fussballfans durch schönste und traurigste Momente begleitet – als Seelentröster und kollektive Versicherung, dass es, besonders nach Niederlagen, im Leben weitergeht: mit Gemeinschaftsgefühl, Respekt und Stolz.
https://www.youtube.com/watch?v=OV5_LQArLa0
Fürbittengebet:
Guter Gott,
wir sagen Dir Dank für grosse Feste des Sports, für Freude und Glück, Tränen und Gemeinschaft und alles friedliche Zusammensein dabei.
Wenn nun die eine Weltmeisterschaft zu Ende ist und die nächste bald beginnt: dann lass alle Beteiligten, alle die sich auf den weiten Weg gemacht haben und machen, sicher reisen und zurückkehren.
Halte deine schützende Hand über die, die ihre Freude ausleben. Den Gewaltbereiten schärfe deinen Frieden ein.
Gott, im Sport erleben wir Gemeinschaft und Bewegung, im Sport sind wir aufeinander angewiesen. Stärke die Bemühungen um Fairplay und Verständigung aller Beteiligten und gib uns einen wachen Blick und helfende Hände füreinander.
Wir bitten dich auch für die, die keinen Sport (mehr) treiben können, stärke du in ihnen die Freude für andere Dinge in ihrem Leben.
Gott, du schenkst uns das Miteinander in unseren Familien und Generationen. Wir bitten dich für alle Lebensalter, für alle, die miteinander durchs Leben gehen:
für die Kinder und Jugend, für alle jungen Erwachsenen, dass sie aufrecht und mutig ihre Aufgaben angehen und zum eigenen Glück auch das Wohlergehen anderer suchen;
für alle Älteren, dass ihr Herz jung bleibe und sie nicht verbittert werden, dass sie Achtung und Zuneigung erfahren und spüren.
Gott, wir loben dich und danken dir für das Leben, das du uns schenkst und das du begleitest, vom Morgen zum Abend, Tag für Tag und Jahr für Jahr.
Mit noch vielen anderen Bitten in unseren Herzen sprechen wir nun das eine Gebet Jesu:
Vaterunser im Himmel…
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
VERABSCHIEDUNG
Herzliche Einladung:
– zum Gottesdienst mit Abendmahl am Sonntag, 7. Juni. Ab 10 Uhr mit Kaffee, ab 11 Uhr Gottesdienst, und wer in einem Adhoc-Chor mitsingen möchte am Sonntag: die Probe mit Liedern für den Gottesdienst mit Christian Gautschi beginnt um 9.45 Uhr.
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Wir danken allen, die mit unterwegs sind in Gebet und Gemeinschaft, in über 400 Ausgaben Luther-Gebet, wir wünschen noch eine gesegnete Frühsommerzeit.
Bleiben wir zuversichtlich. Denn Gott ist da.
Herzliche Grüsse nach nah und fern!
Pfarrer Thomas Risel mit Pfarrerin Marion Werner
SEGEN
Gott, unser Schöpfer,
schenke Gesundheit an Leib und Seele.
Er gebe Freude am Leben, an Sport und Spiel und Bewegung.
Gott helfe zu Fairness und Freundschaft und zur Achtung über Grenzen der Völker hinweg.
Gott segne, behüte und bewahre Dich als
Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
Musik: Klaviersonate Nr. 14 op. 27 Nr. 2 in cis-Moll von Ludwig van Beethoven (1801), „Mondscheinsonate“
(Beethoven nannte sein Werk eine „Sonata quasi una Fantasia / „gleichsam eine Fantasie“); Alicia Keys mit Orchester.
https://www.youtube.com/watch?v=bT6WmWVYPhI
Fotos: Ev.-Luth. Landeskirche Hannovers; SRF