Luther-Gebet für Mittwoch, 6. Oktober 2021:

 

Herzlich willkommen zu unserem (175.!) Abendgebet, in der Mitte der Woche.

 

Wir sammeln uns im Namen Gottes,

des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Amen.

Unsere Hilfe kommt von dem Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

 

 Diese Zeit und auch die Gottesdienste sind immer noch anders.

Gott bleibt.

Mittwoch abends um 21.00 Uhr wollen wir uns zum Gebet sammeln. Am Sonntag um 10.00 Uhr.

 

SICH BEREIT MACHEN

Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.

Ich entzünde eine Kerze.

Ich lasse mich von ihrem Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.

 

GEBET                                                                              

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

verbunden, um diese Andacht zu feiern.

Wir kommen mit allen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen in der Wochenmitte.

Wir machen uns bewusst, Gott ist da.

 

 Psalm 121:

 

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?

 

2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.

 

4 Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.

 

5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,

 

6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.

 

7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

 

8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

 

 MUSIK: Dän Zeltner: Psalm 121 (I häbe mini Ougen uf zu de Bärge)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Im9Ok0R-a70

 

 Berge, Kraftorte

Kraftorte sollen mit ihrer Energie heilend und entspannend wirken. Stecken reiner Aberglaube oder messbare Energien dahinter?

In vielen Kulturen finden sich Hinweise auf aus­ser­ge­wöhn­liche, gar heilige Orte, wo Scha­ma­nen, Propheten oder Seherinnen vertiefte Einblicke in andere Dimensionen erhalten. Es wird auch vermutet, dass Menschen der Frühzeit ein Gespür für Kon­zen­tra­tion­en von «Lebens­energie» hatten. Daher sollen sich Kultstätten aus vor­christ­lich­er Zeit und Sakralbauten, die über diesen Kultstätten errichtet sind, an diesen besonderen Kraftorten befinden.

Oft sind es markante, my­then­um­wo­bene geographische Orte wie Quellen, Fluss­ufer, Schluchten, Berggipfel, Höhlen, Felsen, die als Kraftorte gelten.

Bekannte Kraftorte der Welt: der Uluru bzw. Ayers Rock (Australien), Stonehenge (Großbritannien), die Pyramiden (Ägypten).

Kraftorte sollen mittels Intuition oder Radiästhesie gefunden werden. Bei der Radiästhesie wird die Energie eines Ortes gemessen und in Bovis-Messeinheiten auf einer Skala von 0 bis 10‘000 Einheiten dargestellt. Ein Kraftort habe dann über zehntausend Bovis­Einheiten. Diese Messmethode ist allerdings umstritten und subjektiv. Die Existenz dieser Strahlungen ist naturwissenschaftlich nicht belegt. Kraftorte unterscheiden sich physikalisch nicht von anderen Orten – dennoch sind viele von der entspannenden und Energie-Wirkung von Kraftorten überzeugt.

Ob nun durch Energie, sich selbsterfüllende Prophezeiung, «Placebo»-­Effekt oder einfach die Wohltat, freie Zeit an einem schönen Ort zu verbringen: Eine Wanderung an meist wunderschön gelegene Kraftorte wirkt sich allemal positiv auf das Wohlbefinden aus.

Wenn man sich an einem solchen Ort wohlfühlt und unbelastet den Augenblick geniessen kann, tankt man Energie auf. Egal ob durch Bovis­Einheiten, durch gute Luft, Ruhe oder körperliche Bewegung beeinflusst.

In der Schweiz befinden sich viele Orte der Kraft dort, wo die Kelten ihre Wohn- oder Kultstätten errichtet hatten. Nach der Eroberung durch die Römer verschwanden viele keltische Kultstätten unter Kirchen und Kapellen. Dort, und an besonders schönen Orten in der Natur befinden sich die sogenannten Kraftorte. Die weltbekannte Schweizer Geobiologin Blanche Merz untersuchte mehr als 100 besondere Orte der Kraft in allen Kantonen der Schweiz. Sie war sie Bauingenieurin und politisch im Kanton Waadt das erste weibliche Mitglied eines schweizerischen Kantonsparlaments.

Fotos: Engstlingen Wasserfälle und Verena-Schlucht

 

 

 

 Neulich war ich auf dem Stanserhorn auf knapp 1900m zum Wandern, mit der berühmten Cabrio-Bergbahn und fand diesen Punkt:

 

 

Fotos: Stanserhorn

„Auf dem Stanserhorn sammeln sich von drei Seiten gebündelte Grundstrahlen, die den Wert von 22’000 Boviseinheiten ergeben“, mehr als manche Pyramiden oder als das Labyrinth von Chartres.

Andere solche Orte finden sich in Höhentälern oder auch am Zürcher Grossmünster, dort im Bereich des Chores, beim Taufstein, im Hochchor, wie auch in der Krypta.

Wohin gehen wir gerne, um neue Kraft zu schöpfen? Gerade in diesen Zeiten tut uns das doch gut, nicht nur auf Urlaubsreisen, sondern vielleicht auch ganz in der Nähe.

Wo und wie tanken wir auf? Ein Lieblingsplatz in der Wohnung, um mitten in der Hektik des Alltags oder nach einem anstrengenden Tag abzuschalten und zur Ruhe zu kommen? Lieblingsorte in der Natur, ein Lieblingsweg durch den Wald oder auf einen Hügel mit einer schönen Aussicht? Oder eine bestimmte Kirche oder Kapelle?

Kraftorte, ganz persönliche Kraftquellen – es gibt sie überall da, wo wir Menschen leben. Plätze, Zeiten, Menschen, Rituale, die mir irgendwie wichtig, irgendwie heilig sind. Wo ich mich wohlfühle, aufgehoben und geborgen. Wohin ich mich zurückziehe, wenn mir wieder einmal alles zuviel wird. Wo ich spüre, dass es mir guttut und dass ich von dort gestärkt in den Alltag zurückgehe.

Der Benediktinermönch Anselm Grün definiert Kraftorte: „Wo Seele und Welt im Einklang sind.“ Und er benennt drei Wirkungen, die von einem Kraftort ausgehen: „Mein Geist gewinnt Klarheit und auf einmal sehe ich alles viel deutlicher. Oft ist im Kopf vieles ungeklärt, doch wenn ich an einem solchen Kraftort verweile, klärt sich etwas in meiner Seele. Ich kann ja sagen zu meinem Leben. Die zweite Wirkung: Ich komme zur Ruhe. Ich kann ausruhen, einfach da sein, ohne mich zu rechtfertigen. Ich sitze einfach da. 

Für dieses schlichte Da-Sein hat Angelus Silesius das schöne Wort gefunden: „Die Rose ist ohne Warum. Sie blühet, weil sie blühet.“ Solche absichtslosen Augenblicke, an denen ich das reine Sein erfahre, tun mir gut. Ich fühle mich frei und innerlich beruhigt.

Die dritte Wirkung: Mein Leib kann sich erholen. Er holt sich das, was er braucht: Entspannung, neue Kraft, Lebendigkeit, Erfrischung.

Mal ein Berg. Mal ein See. Mal ein Tempel. Das sind die Kraftorte, die auch Jesus aufsucht. Und wenn Jesus Zeit an einem Kraftort verbringt, nennt die Bibel das – Beten.

Gott sei Dank gibt es Kraftorte – Rastplätze für die Seele, Freiräume für das Denken, Oasen für das Gebet.

Lied: „Meine Zeit steht in deinen Händen“ (T+M: Peter Strauch, gesungen von Uwe Sauer)

 

https://www.youtube.com/watch?v=Fag_3mYQu2Q

 

 FÜRBITTEN / GEBET

GOTT

Ich danke DIR, dass meine unruhigen Tage in DIR Ruhe finden, sprich DU zu mir in der Stille.

In DIR ist mein Leben, in DIR meine Stärke, DU führst und leitest mich.

Auch in den Menschen, die mir begegnen, bist DU gegenwärtig. Lass mich ganz eins sein mit DIR, um DEIN Licht zu sein, sie zu segnen.

CHRISTUS; Geist GOTTES,

lass meinen Willen ganz in DEINEN Willen einmünden,

lass mich DEIN Wegweiser sein, der auf DICH weist.

DIR sei Dank, EWIGER LIEBENDER GOTT,

DU gibst mir alles was ich benötige,

DU willst, dass ich glücklich bin;

Lob. Preis, und Dank sei DIR.

 

Unter deinem Schutz, haben wir diesen Tag verbracht.

Wir danken dir für alles, was du uns hast gelingen lassen.

Wandle zum Guten, was durch unsere Hand verdorben ist.

Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich für alle, die wir lieben, in der Nähe und in der Ferne:

Bewahre sie und halte uns verbunden mit ihnen.

Wir bitten dich auch für die, die uns fremd oder feind sind: Räume weg, was uns trennt, und schenke uns Verständnis füreinander und Frieden.

Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich für alle, die unterwegs sind, für alle, die in den Spitälern und Heimen wachen: Sei bei ihnen in dieser Nacht.

Herr, erbarme dich.

Wir bitten dich für alle, die keinen Schlaf finden, für die Kranken und die Schwermütigen, die Verlassenen und die Umhergetriebenen, die nicht nach Hause finden: Nimm sie in deine Hut.

Herr, erbarme dich.

Bewahre uns, wenn wir wachen, behüte uns, wenn wir schlafen, auf dass wir wachen mit Christus und ruhen in Frieden.

Und immer wieder einen neuen Tag gesegnet beginnen.

STILLE

Vaterunser

 

Vater unser im Himmel geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich

und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Segen

GOTT

der Schöpfer des Himmels und der Erde,

voller Liebe wie eine Mutter und gut wie ein Vater,

segne dich,

lasse deine Hoffnung zur Zuversicht erblühen,

und behüte dich in deiner Angst und Not.

Der Herr lasse leuchten sein Angesicht über dir und sei dir gnädig,

sein liebevoller Blick überwinde das Erstarrte in dir.

Der Herr erhebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden,

damit sich dir und deinen Kindern die Weite des Himmels öffne.

Amen.

nach Georg Kugler (CG 979,6; EG Württemberg)