Herzlich willkommen zum 391. Luther-Abendgebet am Mittwoch, 7. Januar 2026
Dies ist das erste Luther-Gebet des (Kalender) -Jahres 2026. Wir sind noch in der Weihnachtszeit unterwegs, und doch bereits mit vielen anderen Dingen beschäftigt:
Ferien vorbei, Alltag, Erschrecken über Geschehnisse bei uns und in der Welt. Mit Dank und grosser Sorge.
Herzlich willkommen zum Luther-Gebet am Anfang des Jahres, mit einem Gebet für dieses ganze Jahr. Unterbrochen durch Musik und Bilder.
Wir nehmen uns Zeit für eine Kerze, schöne Musik, Gebet und Segen.
Wir halten inne, kommen zur Ruhe.
In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt: Gott bleibt, unser Gebet bleibt.

Bild: Jahreslosung 2026
Das Jahr ist neu, nur wir sind die alten. Wir schauen mit Freude, aber auch mit Sorge auf dieses Jahr und nehmen das ganze Jahr ins Gebet. Gott spricht: „Siehe ich mache alles neu!“ So hoffen wir und legen das Jahr in Gottes Hände:
Gebet für das neue Jahr
Guter Gott, ein neues Jahr liegt vor uns.
Wir wissen nicht, was auf uns zukommt, wissen aber, dass du es mit uns gehst.
Jeden Monat des Jahres vertrauen wir nun dir an und bitten, dass wir ihn in deinem Licht gehen können.
Januar
Der Januar ist der Monat des Anfangs.
Wir bitten um Segen für alles, was wir beginnen, und um das Vertrauen in den Weg, den Gott uns führt.
Februar
In den Februar fällt der Fasching/Karneval/Fastnacht. Es wird dieses Jahr vielleicht anders sein als gewohnt.
Wir bitten um den Blick für das Gute in der Welt, um Optimismus und Vertrauen und auch um die Gabe, einmal über uns selbst lachen zu können.
Musik: How Great Thou Art | Bella Taylor Smith | Hillsong Church Online
https://www.youtube.com/watch?v=tc7MkqZopP0
März
In den März fällt die Zeit der Passion, der Vorbereitung auf Ostern.
Wir bitten um eine Lebenshaltung der Umkehr, dass es uns gelingt, aus vergangenen guten und schlechten Erfahrungen zu lernen und in die Tiefe zu wachsen.
April
Anfang April feiern wir Ostern.
Wir bitten um offene Augen und Ohren für die Zeichen von Erneuerung in unserem Leben und in unserer Umgebung.
Wir sind dankbar für einen Gott, der auch im Leiden mit uns geht und letztendlich alles zum Guten wendet.
Mai
Im Mai blüht die Natur.
Wir sind dankbar für die Vielfalt und die Schönheit der Schöpfung. Unsere Bitte ist, dass die Menschen alles tun, diese Vielfalt und Schönheit zu erhalten. Auch wir wollen dazu beitragen.

Bild: Apfelbaumblüte Martin-Luther-Kirche
Juni
Im Juni erreicht das Jahr seinen Höhe- und Wendepunkt.
Wir schauen auf Höhe- und Wendepunkte in unserem Leben, überlegen, was sie bedeuten, danken für die Menschen, die uns begleitet haben und gehen mit Zuversicht unseren weiteren Lebensweg.
Juli
Im Juli sind viele Menschen unterwegs.
Wir bitten für alle, die auf Reisen sind, dass sie gut wieder in ihre Heimat zurückkommen. Wir beten für alle, die beruflich immer wieder unterwegs sein müssen.
Wir bitten auch für alle, die ihre Heimat verlassen mussten, dass sie an einem sicheren Ort Aufnahme finden.
August
Der August ist der Höhepunkt des Sommers.
Sommer bedeutet Ferien, Urlaub, etwas Anderes tun. Wir wollen diese Wochen nutzen um Kraft zu schöpfen, Neues kennen zu lernen, Erfahrungen zu sammeln und für alles, was uns dabei geschenkt wird, dankbar sein.
Musik: „We shall overcome“ Bruce Springsteen 1998
https://www.youtube.com/watch?v=ULYpA_Z4yx8
September
Im September beginnt der Herbst.
Mit dem Herbst kommt ein neues Schul- oder Studienjahr, beginnt eine Ausbildung. Wir denken auch an die Menschen, die den Arbeitsplatz wechseln oder die bereits in der nachberuflichen Lebensphase sind.
Wir bitten für alle, die ihre Schritte ins Leben gehen müssen, und für alle, die schon auf ein Leben zurückblicken können, und wünschen ihnen Gottes Segen.
Oktober
Oktober ist der Erntedankmonat, Monat der Fülle.
Wir sind dankbar für die Ernte, die wir einfahren und geniessen können: nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in unserem Leben.
Wir danken für das, was gelungen ist, für die Menschen, die uns schätzen und die sich um uns kümmern, für alle, die sich um das sorgen, was wir zum Leben brauchen und bitten für sie.
November
Der November erinnert an Vergänglichkeit.
Wir denken an unsere Verstorbenen, an die vielen, die mit uns im Leben auf dem Weg waren. Wir bitten für alle, die in diesem Jahr um einen Menschen trauern. Wir bitten für alle, die Sterbende und Trauernde begleiten.
Dezember
„Gott wird Mensch“ ist die Botschaft des Dezembers.
Wir feiern Advent und Weihnachten und bitten, dass alle Menschen, die nach einem Sinn und ein Ziel für sich suchen, Gott finden.

Bild: Adventskranz MLK
Vielleicht weiß jemand jetzt schon, was in diesem Jahr auf ihn zukommen wird und möchte deshalb noch einen Wunsch oder eine Bitte anfügen.
Guter Gott! Schau auf uns und auf alle, für die wir beten und erfülle unsere Bitten nach deinem Willen.
Vaterunser im Himmel…
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.
Wir enden das erste Luther-Gebet des neuen Jahres mit einer Musik für den Frieden in der Welt, ein tiefer Wunsch für uns alle. „Brothers in arms“, ein Song der Gruppe „Dire Straits“, hier interpretiert von Joan Baez. Dieser Song handelt ursprünglich vom Falklandkrieg 1982 und wird von einem Soldaten gesungen, der auf dem Schlachtfeld stirbt. Seitdem hat es sich zu einer ergreifenden Antikriegshymne entwickelt. Für alle Zeiten.
Musik: Joan Baez – Brothers in Arms
https://www.youtube.com/watch?v=yjxNZH0qIe0
Textauszug auf Deutsch:
Durch diese Felder der Zerstörung
Feuertaufen
Ich habe all euer Leiden gesehen
Als die Kämpfe immer heftiger wurden
Und obwohl sie mir so sehr wehgetan haben
In der Angst und Schrecken
Habt ihr mich nicht im Stich gelassen
Meine Waffenbrüder (meine Brüder, die sich in den Armen liegen)
Es gibt so viele verschiedene Welten
So viele verschiedene Sonnen
Und wir haben nur eine Welt
Aber wir leben in verschiedenen
Aber es steht geschrieben im Sternenlicht
Und in jeder Linie deiner Handfläche
Es war töricht, Krieg zu führen
Gegen unsere (Waffen)-Brüder
VERABSCHIEDUNG
Herzliche Einladung in die Martin-Luther-Kirche Zürich zum Gottesdienst am 11.1.um 10 Uhr mit Pfarrerin Marion Werner.
Am Nationalen Gedenktag für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans Montana Freitag, 9. Januar um 14 Uhr senden wir ein kurzes Gebet, zur gleichen Zeit läuten alle Kirchenglocken der Schweiz, auch die Glocke unserer Martin-Luther-Kirche.
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Wir danken allen, die mit unterwegs sind in Gebet und Gemeinschaft, und wir wünschen allen weiterhin einen gesegneten Start ins neue Jahr 2026 mit Gedanken der Hoffnung, guten Begegnungen und Erlebnissen.
Bleiben wir zuversichtlich. Gott ist da.
Herzliche Grüsse nach nah und fern!
Pfarrer Thomas Risel mit Pfarrerin Marion Werner
Segen
Gott segne Dich und behüte Dich:
Gott stärke, was in dir wachsen will,
Gott schütze, was dich lebendig macht.
Gott schenke dir, was für dich heilsam ist.
Unser Gott, als Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Amen.
Fotos: privat