Luther Gebet Samstag 3. Oktober 2020

Luther Gebet Samstag 3. Oktober 2020

Gottesdienste fallen nicht mehr aus. Und doch sind sie anders als sonst.

Gott bleibt.

Wir wollen uns zum Gebet sammeln.    

UNS BEREIT MACHEN

Wir wollen zur Ruhe kommen, ein Licht anzünden, das uns hilft,

uns für die Gegenwart Gottes zu öffnen.

GEBET                                                                                         

Ewiger Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).

Allein,

und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,

durch Deinen Geist

mit Schwestern und Brüdern,

mit Freundinnen und Weggefährten.

Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von Zuhause dabei.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heilligen Geistes.

Amen

 

Evangelium: Markus 8,1–9:

Die Speisung der Viertausend

1 Zu der Zeit, als wieder eine grosse Menge da war und sie nichts zu essen hatten, rief Jesus die Jünger zu sich und sprach zu ihnen: 2 Mich jammert das Volk, denn sie harren nun schon drei Tage bei mir aus und haben nichts zu essen. 3 Und wenn ich sie hungrig heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn einige sind von ferne gekommen. 4 Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Einöde, dass wir sie sättigen? 5 Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben. 6 Und er gebot dem Volk, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, dass sie sie austeilten, und sie teilten sie unter das Volk aus. 7 Sie hatten auch einige Fische; und er sprach den Segen darüber und ließ auch diese austeilen. 8 Und sie aßen und wurden satt. Und sie sammelten die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. 9 Es waren aber etwa viertausend; und er ließ sie gehen.

Amen.

TEXT: nach Lothar Zenetti:

Die wundersame Zeitvermehrung

Und Jesus sah eine grosse Menge Volkes, die Menschen taten ihm leid, und er redete zu ihnen von der unwiderstehlichen Liebe Gottes. Als es dann Abend wurde, sagten seine Jünger: Herr, schicke diese Leute fort, es ist schon spät, sie haben keine Zeit. Gebt ihnen doch davon, so sagte er, gebt ihnen doch von eurer Zeit! Wir haben selber keine, fanden sie, und was wir haben, dieses wenige, wie soll das reichen für so viele? Doch war da einer unter ihnen, der hatte wohl noch fünf Termine frei, mehr nicht, zur Not, dazu zwei Viertelstunden. Und Jesus nahm, mit einem Lächeln, die fünf Termine, die sie hatten, die beiden Viertelstunden in die Hand. Er blickte auf zum Himmel, sprach das Dankgebet und Lob, dann liess er austeilen die kostbare Zeit durch seine Jünger an die vielen Menschen. Und siehe da: Es reichte nun das wenige für alle. Am Ende füllten sie sogar zwölf Tage voll mit dem, was übrig war an Zeit, das war nicht wenig. Es wird berichtet, dass sie staunten. Denn Unmögliches, das sahen sie, ist möglich bei ihm.“

GEBET:
Gott des Himmels und der Erde,

Deine ganze Schöpfung hast du uns überlassen.

In Freiheit haben wir sie zu bebauen und zu bewahren.

Wir bekennen vor dir:

Viele deiner guten Gaben haben wir verdorben.

Vieles haben wir für uns gebraucht, ohne mit anderen zu teilen.

Vieles haben wir verachtet, statt dankbar zu empfangen.

Wir bitten dich: Vergib uns unsere Schuld.

Gemeinsam rufen wir: Herr, erbarme dich.

Gott des Himmels und der Erde,

Deine ganze Schöpfung hat viel Leid erfahren in den letzten Monaten.

Corona, Kriege, Hunger, Rassismus, Klimawandel, Zukunftsangst.

Auch uns hat das stark getroffen.

An manchen Tagen war die Not und Verzweiflung gross.

Wir haben uns allein und ohnmächtig gefühlt.

Wir bitten dich: Stärke uns an jedem Tag neu.

Wir rufen zu dir:

Herr erbarme Dich.

Schenk uns gute und gesegnete Zeit miteinander. Füreinander. Lass uns teilen, um mehr zu haben.

Mach und satt mit Zeit, Brot, Freude des Lebens.

Wir rufen zu dir: Herr erbarme dich.

Alles was wir auf dem Herzen haben, nennen wir persönlich und still.

Und lassen es einmünden in das Gebet deines Sohnes….

VATER UNSER im Himmel

Geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme.

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 *SEGEN* (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)

Gott schenke Dir Zeit zum Glauben und Vertrauen,

Gott schenke dir seinen Segen,

Er

behüte und bewahre Dich in dieser Zeit

als

Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Amen.

Josef Gabriel Rheinbergers Abendlied op.69, Nr. 3 gesungen vom Festivalchor der Internationalen Bachakademie Stuttgart

https://www.youtube.com/watch?v=bM7y3AlEAIQ