Herzlich willkommen zum 415. Luther-Abendgebet am Mittwoch, 8. Juli 2026. Zeit für Gedanken, Musik und Gebet inmitten von Dankbarkeit und auch Sorgen des Alltags und der Welt. Musikalisch werden wir von bekannten Klassikern begleitet aus Kirche, Rock und Oboen Repertoire.
Und so sammeln wir uns auch heute Abend:
im Namen Gottes, der uns wie ein Vater und eine Mutter in Liebe umfängt,
im Namen Jesu Christi, der uns trägt und segnet,
und im Namen des Heiligen Geistes, der uns verbindet zwischen Himmel und Erde.
Amen.
Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
In allem, was in dieser Welt und in unserem Leben geschieht und sich wandelt: Gott bleibt, unser Gebet bleibt.

BILD: Abend Stoos
SICH BEREIT MACHEN.
Ich suche einen guten Ort für mich. Er hilft mir, zur Ruhe zu kommen.
Ich entzünde eine Kerze und denke an den Frieden, den Gott mir schenken will
Ich lasse mich vom Licht bescheinen, das kann mir helfen, mich für die Gegenwart Gottes und seinen Heiligen Geist zu öffnen.
MUSIK: Ennio Morricone «Gabriel`s Oboe»
https://www.youtube.com/watch?v=2WJhax7Jmxs
GEBET
Gott, ich bin hier. (Wir sind hier).
Allein,
und doch verbunden in Gedanken und im Gebet,
durch Deinen Geist, mit Schwestern und Brüdern, mit Freundinnen und Weggefährten.
Wir sind / Ich bin mit Herz und Seele von zuhause dabei.
verbunden, um diese Andacht zu feiern.
Wir kommen mit allen schönen Erlebnissen, Begegnungen und Gefühlen dieser Tage.
Mit Sorgen, mit Leid und Erschrecken
über die Auswirkungen der Klimaerwärmung, Kriege und Ungerechtigkeiten dieser Welt.
Wir kommen auch mit Dank für so viele kleine und grosse Dinge, die uns erfreuen und guttun,
mit Staunen über die so selbstverständlich funktionierenden Sachen in unserem Leben.
Wir machen uns bewusst, du Gott, bist da.
Amen.
GEDNAKEN: FREUDE
Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer
«Wenn du eine gute Zeit haben willst, dann ruf mich an», singt Queen in dem Lied Don’t Stop Me Now. Und dann singt Freddie Mercury weiter von Lebensfreude, von Spass, der durch die Decke geht. Von einer beneidenswerten Leidenschaft – als würde ihn die Schwerkraft nicht halten können. Als gäbe es keine Sorgen, die auf ihm lasten. «I’m a rocket ship on my way to Mars» – nichts scheint seine Lebensfreude aufhalten zu können.
Wenn das nur so einfach wäre.
Die meisten von uns kennen auch die andere Seite. Tage, an denen uns Sorgen beschäftigen. Nachrichten, die uns belasten. Krankheit, Konflikte, Einsamkeit oder Fragen, auf die wir keine Antwort haben. Da fühlt sich das Leben manchmal alles andere als leicht an.
Und doch beginnt an diesem Wochenende für viele in Zürich die Ferienzeit. Wochen, auf die sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene schon lange freuen. Endlich ausschlafen, verreisen oder einfach Zeit füreinander haben. Den Alltag für eine Weile hinter sich lassen. Durchatmen. Neue Kraft schöpfen.
Ferien können ein Geschenk sein. Sie erinnern uns daran, dass wir nicht nur funktionieren müssen. Dass unser Leben mehr ist als Termine, Verpflichtungen und To-do-Listen. Gott schenkt uns Zeiten der Erholung, der Begegnung und der Freude.
Vielleicht gelingt es gerade in den Ferien, die kleinen Dinge wieder bewusster wahrzunehmen: einen Sonnenaufgang in den Bergen, das Lachen der Kinder, ein gutes Gespräch, das Rauschen des Meeres oder die Ruhe eines Sommerabends. Momente, in denen wir spüren: Das Leben ist schön. Gott meint es gut mit uns.

BILD: Reisesegen (Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck)
Paulus schreibt an die Gemeinde in Philippi:
«Freut euch im Herrn allezeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!» (Philipper 4,4)
Bemerkenswert ist: Paulus schreibt diese Worte nicht aus einem unbeschwerten Leben heraus. Er sitzt im Gefängnis. Er weiss nicht, was die Zukunft bringt. Und trotzdem spricht er von Freude.
Warum?
Weil christliche Freude mehr ist als gute Laune. Sie hängt nicht davon ab, dass gerade alles perfekt läuft. Sie hat ihren Grund in Gott – in seiner Nähe, seiner Liebe und seiner Treue. Sie erinnert uns daran, dass wir nicht allein unterwegs sind.
Vielleicht können wir deshalb auch den Refrain von Queen mit einem Augenzwinkern hören: «Don’t stop me now.» Lass dich nicht von allem beschweren, was dich niederdrücken will. Lass dir die Freude nicht nehmen – nicht, weil das Leben immer leicht wäre, sondern weil Gott uns immer wieder Grund zur Hoffnung und zur Freude schenkt.
Der Psalm 118 bringt diesen Gedanken wunderbar auf den Punkt:
«Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.» (Psalm 118,24)
Hoffentlich schenkt uns die Ferienzeit genau diese Übung: den heutigen Tag bewusst anzunehmen, das Gute wahrzunehmen, das heute da ist.
So wünsche ich uns allen – ob wir verreisen oder zu Hause bleiben –, dass wir Tage erleben dürfen, die uns guttun. Dass wir Ruhe finden, neue Kraft schöpfen und mit offenen Augen durch den Sommer gehen. Aufmerksam für die vielen kleinen Geschenke Gottes.
Amen.
LIED: QUEEN: «Don`t Stop Me Now”
https://www.youtube.com/watch?v=MHi9mKq0slA&list=RDMHi9mKq0slA&start_radio=1
FÜRBITTE
Gott, Schöpfer unserer Welt,
von allen Seiten umgibst du uns
und hältst deine Hand über uns.
Du hältst uns in deiner Hand,
du kennst unsere Wege, unsere Freude und unsere Sorge.
Herr, wir bitten dich für alle, die allein sind,
alle, die leiden und verzweifelt sind,
für alle, die krank sind
und Pflege, Hilfe und Nähe brauchen.
Wir bitten dich für alle,
die unter Krieg, Gewalt und Angst leiden,
für alle, die auf der Flucht sind
und nicht wissen, was der nächste Tag bringt.
Wir bitten für alle, die an den Folgen der Klimaerwärmung schwer zu tragen haben: Menschen, Tiere, Pflanzen. Unser gesamter Planet.
Gott, segne unsere Versuche zu helfen.
Segne unsere Mühe um ein Gespräch,
unsere Fürsorge und unsere Gelassenheit.
Segne unsere Besuche,
unser Zuhören
und unsere ermutigenden Worte.
Segne auch unser Schweigen,
wenn wir keine Antwort wissen.
Segne unser Lachen,
das von Herzen kommt
und zu Herzen geht.
Herr, wir bitten dich für alle,
die Verantwortung tragen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Lass sie die Not nicht vergessen,
in der so viele Menschen leben müssen.
Schenke ihnen Weisheit für gerechte Entscheidungen.
Hilf ihnen, Frieden zu suchen,
Frieden zu fördern
und Frieden zu stiften unter den Völkern und Nationen.
Wir bitten dich für alle, die wir lieben,
für alle, die uns nahestehen
und für uns von Bedeutung sind.
Schenke Liebe und Geduld füreinander.
Gib Verstehen zwischen Jung und Alt.
Leite und bewahre sie
und halte deine Hand über ihnen und uns.
STILLE für persönliche Anliegen
VATER UNSER im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

BILD: Gebet 6
VERABSCHIEDUNG
Herzliche Einladung:
– zum Gottesdienst mit Abendmahl um 10.00 Uhr mit Pfarrerin Marion Werne in unserer Martin-Luther Kirche.
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Wir danken allen, die mit unterwegs sind in Gebet und Gemeinschaft, und wünschen noch eine gesegnete Woche und einen schönen Sommerabend.
Bleiben wir zuversichtlich. Denn Gott ist da.
Pfarrerin Marion Werner mit Pfarrer Thomas Risel
SEGEN (die Hände evtl. zu einem Segenskörbchen falten)
Möge der Sonnenschein Dein Herz erleuchten.
Möge der Wind Deinen Geist beleben.
Mögen die Lasten des Tages somit leichter auf Dir liegen.
Mögen Zeichen des Himmels an der Strasse Deines Lebens sein,
die Dir sagen, dass Du auf dem richtigen Wege bist.
Mögest Du Kraft haben, zum Ändern, zum Bleiben, zum Neuwerden.
So segne Dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Er gebe Dir seinen Frieden. Amen.
Bleibt zuversichtlich, denn Gott ist da
KANON: Wir singen zusammen, oder lauschen: Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneigt.
https://www.youtube.com/watch?v=bPEffgbsTU8